Ab April: Neue Airline hebt ab. Ab April startet die ungarische Billig-Fluglinie Wizz Air am Standort Flughafen Wien. 120 Arbeitsplätze werden so entstehen.

Von Teresa Sturm. Erstellt am 21. Januar 2018 (04:13)
Flughafenvorstand Julian Jäger mit Wizz Air-Chef Jozsef Varadi.
Robert Fritz

Nur wenige Wochen nach der Pleite der Airline „Niki“ steht die nächste Billig-Fluglinie in den Startlöchern. Ab April fliegt Wizz Air die ersten Ziele vom neuen Standort am Flughafen Schwechat an.

Danzig in Polen, Tuzla in Bosnien und Herzegowina sowie Varna in Bulgarien sind die ersten Zielorte von insgesamt 17 Flugverbindungen, die die ungarische Airline im Jahr 2018 aufnimmt. Unter anderem geplant sind ab Juni Malta, Rom, Valencia und Tel Aviv sowie ab November Kutaissi in Georgien, Billund in Dänemark, Dortmund, Bergen in Norwegen, Teneriffa und Thessaloniki.

Airline bringt neue Flugverbindungen nach Osteuropa

Mitarbeiter für Österreich werden bereits rekrutiert. Über hundert neue Arbeitsplätze sollen durch Wizz Air in Schwechat entstehen. Im Juni wird ein Airbus A320 am neuen Standort stationiert, im November sollen zwei weitere Maschinen vom Typ Airbus A321 folgen.

Dass man sich entschieden hat, eine Basis in Schwechat zu schaffen, würde die Konkurrenzfähigkeit des Luftfahrtstandortes bestätigen, sagt Flughafenvorstand Julian Jäger. Dies schaffe Wachstumsimpulse für den Airport. Vor allem über die neuen Flugverbindungen nach Osteuropa freue man sich.

Wizz Air ist die größte Low-Cost-Fluggesellschaft in Zentral- und Osteuropa. Der Plan ist, weiter zu wachsen. Bis Ende März will man 30 Millionen Fluggäste, so Vorstandsvorsitzender Jozsef Varadi. Er beziffert das Investment am Flughafen Schwechat mit rund 331 Millionen Euro.