Fünf Jahre Gefängnis für Drogenkuriere. Inder und Spanier beim Schmuggel von 18 Kilogramm Heroin erwischt.

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 26. Juli 2018 (05:46)
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Symbolbild

„Ich war dumm und zu vertrauensvoll. Ich wollte doch nur für eine Operation nach Österreich. Ein Freund hat mir die Reise organisiert und finanziert. Ich habe nicht gewusst, was im Koffer ist“, beteuert der Inder, der mit 18 Kilogramm Heroin in seinem Gepäck am Flughafen Schwechat erwischt wurde, vor Gericht.

Als Zustelladresse für den Koffer gab der Inder ein Flughafenhotel an. Während der Polizeivernehmung erhielt der 30-Jährige einen Anruf, der einen Spanier als Kofferabholer ankündigte. Gemeinsam mit der Polizei bezog der Inder ein Hotelzimmer und als es klopfte, klickten für den mutmaßlichen Drogenabholer die Handschellen.

"Ein bisschen viel an Zufällen"

„Das war alles ein verhängnisvoller Zufall. Ich bin im falschen Stockwerk ausgestiegen und habe mich im Zimmer geirrt“, beteuert der 49-jährige Spanier seine Unschuld.

„Zufällig irren Sie sich im Zimmer. Zufällig wird dort ein Spanier erwartet und zufällig sind Sie Spanier. Ein bisschen viel an Zufällen“, kommentiert die Richterin und befindet beide Angeklagte für schuldig und verhängt je fünf Jahre Gefängnis – nicht rechtskräftig.