Innovatives Projekt macht aus Plastikbechern Rohöl. AUA sammelt Plastikbecher und stellt sie der OMV zur Verfügung. In der Raffinerie wird daraus etwa Treibstoff.

Von Gerald Burggraf. Erstellt am 31. März 2019 (04:06)
Austrian Airlines/Markus Setznagel
Die OMV gewinnt Rohöl aus Plastikbechern der AUA.Airlines/Markus Setznagel

„Fly greener“ oder „Flieg grüner“ heißt das konzernweite Projekt der Lufthansa-Gruppe mit dem Ziel, Abfall und Umweltbelastungen zu reduzieren. Die Fluglinien agieren dabei komplett unabhängig voneinander.

Bei Austrian Airlines (AUA) begann man schon vor einigen Jahren, den an Bord anfallenden Müll besser zu trennen. „Austrian Airlines arbeitet laufend daran, den Bordabfall auf Flügen zu reduzieren“, erklärt dazu Vize-Kabinenchefin Vera Renner.

Initiative des „Fly greener“-Teams wird gelobt

Für die Plastikbecher, in denen hoch über den Wolken die Getränke serviert werden, konnte man nun eine einmalige Wiederverwertungsmöglichkeit finden. Seit Jänner sammelt das Bordpersonal die gebrauchten Becher getrennt vom Restmüll. Anschließend werden die Plastikbehälter gereinigt, zerkleinert und dann zur OMV-Raffinerie nach Mannswörth gebracht.

Dort hat man eine ganz besondere Verwendung für die Trinkgefäße: Sie werden in der ReOil-Pilotanlage in synthetisches Rohöl umgewandelt. Dieses Rohöl wird in weiterer Folge in der Raffinerie zu Treibstoff oder anderen Grund-Kunststoffen weiterverarbeitet.

Vize-Kabinenchefin Renner lobt die Initiative des „Fly greener“-Teams und sieht einen weiteren Schritt in Richtung Recycling getan. Als „klares Signal, wie wichtig unseren Firmen ein schonender Umgang mit unseren Ressourcen ist“, sieht auch Thomas Gangl, Chef aller Raffinerien im OMV-Konzern, das gemeinsame Projekt.