Noch 273 Asylwerber im Airport-Quartier. Großteil der Bewohner kommt aus Afghanistan. Eine Schließung ist nicht geplant, aber eine Reduktion auf 250 Personen.

Von Gerald Burggraf. Erstellt am 02. Februar 2017 (05:55)
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Die Anzahl der Asylwerber soll sich von derzeit 273 auf 250 verringern. In Spitzenzeiten der Flüchtlingsbewegung waren es weit über 300 Personen.
NOEN, Stefan Obernberger

In den vergangenen Wochen wurden gleich mehrere größere Asyl-Zentren in der Region geschlossen – etwa jenes in Berg an der Grenze zur Slowakei, auch in Bruck ist die Schließung angekündigt.

Ähnliche Pläne gibt es für das Henry-Dunant-Quartier jedoch nicht, wie Sonja Kellner vom Roten Kreuz NÖ auf Anfrage der NÖN erklärt. Allerdings sei geplant, die Zahl der Bewohner auf 250 zu reduzieren. Aktuell werden noch 273 Flüchtlinge betreut. Ausgelegt ist das Quartier für 400 Personen, zumeist waren deutlich mehr als 300 Asylwerber im vom Flughafen finanzierten Containerdorf am Cargo-Nord-Gelände untergebracht.

Der Großteil der derzeitigen Bewohner kommt aus Afghanistan. Jeweils mehrere Personen sind aus dem Iran, dem Irak, Syrien, Nigeria und Somalia. Zudem befinden sich Einzelpersonen aus Algerien, China, Gambia, Ghana, dem Senegal, Georgien, Indien, Tunesien und Tadschikistan am Flughafengelände in der Obhut des Roten Kreuzes.

 Durch den mittlerweile kleineren Personenkreis im Henry-Dunant-Quartier läuft das Leben sehr gut.“ Rot-Kreuz-Sprecherin Sonja Kellner

Laut Kellner habe sich das Leben im Quartier „sehr gut eingespielt“. Gerade „durch den mittlerweile kleineren Personenkreis und dadurch, dass sich unsere Mitarbeiter entsprechend länger einarbeiten konnten“, laufe alles problemlos, hält die Rot-Kreuz-Sprecherin fest.

Zudem habe die Zusammenarbeit mit dem Flughafen wie auch mit der Stadtgemeinde Schwechat „von Anfang an sehr gut“ funktioniert. Das Rote Kreuz bekomme nach wie vor Unterstützung durch freiwillige Mitarbeiter die unter anderem das Sachspendenlager, Näh- und Strickkurse oder Deutschkurse betreuen. „Durch den Flughafen wird zudem im 14-tägigen Intervall ein Autobus für Besuche im Schwechater Fußballstadion zur Verfügung gestellt“, so Kellner.