Laudamotion hat einen Kollektivvertrag. Während bei der Bahn Gewerkschaft und Arbeitgeber noch um einen Abschluss feilschen, hat man sich bei der heimischen Billigfluglinie „Laudamotion“ geeinigt. Der Kollektivvertrag (KV) wurde bereits vergangene Woche unterzeichnet, wie die Airline heute in einer Aussendung bekanntgab.

Von Gerald Burggraf. Erstellt am 27. November 2018 (11:33)
Willy Kraus

Der neue KV gilt rückwirkend ab 1. August und nicht nur für das fliegende, sondern auch das Bodenpersonal. Laut Laudamotion ist man die erste Low-Coast-Fluglinie, die eine derartige Vereinbarung besitzt. Zudem garantiert der Kollektivvertrag fixe Einstiegsgehälter und ein deutliches Verdienstplus für Piloten und Flugbegleiter ab 1. April 2019.

Kollektivvertrag ist ein „Meilenstein“

„Der rasche Abschluss des Kollektivvertrages ist eine tolle Errungenschaft und ein weiterer Meilenstein, um unsere Vorreiterrolle gegenüber dem Mitbewerb in Wien zu bestätigen“, sagt Vorstandsvorsitzender Andreas Gruber. Mit dem KV stelle man die Weichen weiterhin ein attraktiver Arbeitgeber zu sein und so auf das bevorstehende Wachstum vorbereitet zu sein. Er lobt zudem die „konstruktive und gute Zusammenarbeit“ mit der Gewerkschaft GPA-djp, der Wirtschaftskammer und dem Betriebsrat.

Die Billigairline ging aus der ehemaligen Air Berlin-Tochter „Niki“ hervor und wurde zunächst von Niki Lauda übernommen. Mittlerweile kontrolliert jedoch die irische Ryanair 75 Prozent des Unternehmens. Bei Laudamotion sind derzeit 500 Mitarbeitern in Österreich beschäftigt. Zudem werden neben Schwechat noch von vier weiteren europäischen Basen aus Flüge zu 50 Destinationen in 18 Ländern angeboten.