Mann (60) beim Abflug mit Taschen voller Geld erwischt

In Summe 46.000 Euro hatte ein Mann in mehreren kleinen Taschen unter seiner Kleidung versteckt. Gegen ihn wird nun ein Finanzstrafverfahren eingeleitet.

Erstellt am 14. August 2021 | 15:56
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46.000 Euro führte der 60-Jährige unter seiner Kleidung mit sich.
Foto: BMF/Zollamt

Die sprichwörtliche Westentasche hatte ein Reisender vor seinem Abflug nach Kairo am 5. August gut gefüllt. Der Flughafen-Zoll entdeckte, dass der Mann insgesamt 46.000 Euro am Körper trug.

Der 60-jährige österreichische Staatsbürger wurde kurz vor Betreten des Abfluggates am Flughafen Wien Schwechat zur Zollkontrolle gebeten. Die Frage der Zöllner, ob er Bargeld mit sich führe, verneinte er. Seine Kleidung habe ihn jedoch verraten: Denn, darunter hätten sich deutlich taschenähnliche Umrisse abgezeichnet.

Darauf angesprochen, habe der Mann auch das Tragen einer Bauchtasche verneint. Der Aufforderung der Zöllner, die verborgenen Gegenstände zu zeigen, kam der gebürtige Ägypter aber schließlich nach. Aus seinem Gürtel holte er erst einen blauen Geldumschlag, einem Zöllner fielen dabei gleich weitere Umschläge unter der Bekleidung auf. Insgesamt wurden in fünf  Umschlägen 46.000 Euro vorgefunden.

Im Zuge der Befragung gab der Reisende an, dass 44.000 Euro davon, also der größte Teil des Geldes, seiner Schwägerin gehören würden. Für sie hätte er damit eine Wohnung in Kairo erstehen wollen. Gegen den Mann wurde ein Finanzstrafverfahren eingeleitet.

Reisende, die in die Europäische Union einreisen oder aus ihr ausreisen und Geldmittel im Wert von 10.000 Euro oder mehr mit sich führen, müssen diesen Betrag bei den Zollbehörden anmelden. „Im Kampf gegen Geldwäsche und Finanzierung von Terrorismus ist die Bekämpfung illegaler Geldbewegungen wesentlich“, erläutert Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP)  den Hintergrund der Zollkontrollen im Bargeldbereich.