34-Jähriger drohte Polizist mit dem Tod. Mit Schlägen und Tritten entkam 34-Jähriger seiner Abschiebung.

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 01. August 2019 (05:11)
Symbolfoto: Gerald Burggraf
Statt nach Marokko geht es für 34-Jährigen für ein Jahr ins Gefängnis.

Mit Händen und Füßen wehrte sich am 7. Juli dieses Jahres ein 34-jähriger Marokkaner gegen seine Abschiebung. Einer der Tritte verursachte eine Knöchelverletzung bei einem Beamten und letztlich musste die Amtshandlung abgebrochen werden. Außer sich drohte der Renitente dann unter anderem noch einem Polizisten: „Ich merke mir dein Gesicht und dann töte ich dich!“

Der Marokkaner wanderte wegen Widerstandes gegen die Staatsgewalt, gefährlicher Drohung und schwerer Körperverletzung auf die Anklagebank. Der 34-Jährige zeigte vor Gericht keinerlei Schuldeinsicht. Über einen Dolmetscher ließ er wissen, dass er keine Drohungen geäußert habe, da er ja kein Wort Deutsch sprechen könne. Er sei damals in Panik gewesen und habe aus Angst um sich geschlagen. Dabei könne ein Beamter unabsichtlich verletztworden sein, erklärte er und beteuerte seine Unschuld.

Das Gericht sah es anders und befand den 34-Jährigen in allen Anklagepunkten für schuldig. Der Marokkaner wurde zu einem Jahr Gefängnis verurteilt. Weiters wurde eine bedingte Strafnachsicht von acht Monaten widerrufen. Rechtskräftig.