FPÖ siegt in Mannswörth. Stimmenzuwachs / Freiheitliche freuen sich über größere Stimmengewinne als erwartet, in Mannswörth sind sie sogar stimmenstärkste. „Misstrauen gegen Fazekas“ als ein Grund.

Erstellt am 02. Oktober 2013 (09:37)
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Als Ausklang des erfolgreichen Wahltages trafen sich die Vertreter der FPÖ aus dem Bezirk im Schwechater Brauhaus, um auf die Erfolge anzustoßen. Die Freude war groß, Jubel brach aber keiner aus. Im Bild: Thomas Heinz, Helmut Jakl, Laura Schellenhuber, Andrea Kaiser, Wolfgang Docar, Erika Mayer, Günther Neuhold, Gustav Kudrna, Wolfgang Kalinger, Johann Ertl, Andrea Maucha, Wolfgang Zistler, Robert Ehn, Kerstin Maucha sowie sitzend Odo Döschl und Peter Kolloczek. Fussi
Von Andreas Fussi

Große Freude und Genugtuung herrschte bei den Freiheitlichen am Wahlsonntag in Schwechat. „Unsere Arbeit in Schwechat ist belohnt worden“, freute sich Spitzenkandidat Johann Ertl. In der Stadt Schwechat stieg die FPÖ um 5 Prozent auf nunmehr 26,8 Prozent der Stimmen. Im Bezirk landete man bei 20,6 Prozent, einem Plus von 1,6 Prozent.

Das sehr gute Ergebnis in seiner Heimatstadt Schwechat führt Ertl auf folgenden Umstand zurück: „Der Schwechater weiß, dass er bei uns nicht angelogen wird und wir die Wahrheit sagen. Mit den FPÖ-Mandataren haben die Bürger Vertrauenspersonen.“ Ertl glaubt schon, dass der Stimmenzugewinn in der Stadt Schwechat damit zusammenhängt, „dass wir vor über einem Jahr die Causa Multiversum aufgedeckt haben.“ Aber auch „die anderen Skandale wie Felmayer und CEIT“ hätten eine Rolle gespielt. „Keiner der Skandale ist gelöst. Es gibt ein fürchterliches Misstrauen in die Justiz, weil sie nichts dagegen tut.“

Besonders groß ist die Freude, dass die FPÖ in Mannswörth die stimmenstärkste Partei geworden ist. Schmunzelnd meinte Ertl dazu: „Jetzt stellen wir in Mannswörth den Bürgermeister-Anspruch.“

Insgesamt habe man schon gerechnet, dazuzugewinnen, „aber nicht so viel“. Zum dicken Minus der SPÖ in Schwechat meint Ertl: „Mit diesem Zeugnis hat er sich keine weitere Periode im Nationalrat verdient.“ Kandidat Wolfgang Zistler, der für die FPÖ den Bezirkswahlkampfleiter gemacht hat, da sich Spitzenkandidat Johann Ertl schonen musste, berichtet, dass er bei seinen zahlreichen Wahlkampfrunden „ein tiefes Misstrauen gegen Fazekas“ in der Bevölkerung verspürt hat. „Besonders aufgefallen ist mir, dass ehemalige SPÖ-Wähler gesagt haben – jetzt reicht es, jetzt wählen wir die FPÖ.“ Diese Unzufriedenheit habe sich aber nicht alleine auf die Stadt Schwechat beschränkt, auch im übrigen Bezirk sei er ständig auf Schwechat und die dortige Situation angesprochen worden.

Zistler freut sich, dass die FPÖ einen intensiven Wahlkampf in Schwechat gemacht habe – „wir waren immer zwischen sechs und acht Leute unterwegs im Bezirk und wurden unabhängig davon vom Wahltross von der Landes-FPÖ unterstützt.“