Frauenberger will das „Beste für die Stadt“. Multiversum / Der designierte Bürgermeister arbeitet sich derzeit in Materie ein und setzt auf Gespräche. Grüne stehen dazu bereit.

Erstellt am 21. November 2013 (23:59)
Von Andreas Fussi

Die kommenden Tage werden entscheidend für die Zukunft des Multiversums. Wie berichtet, gilt es Fristen der Banken einzuhalten, bis Mitte Dezember. Allerdings können diese Fristen nur dann eingehalten werden, wenn die Umfinanzierung von der Gemeindeaufsicht bewilligt wird.

Es liegt nun am designierten Bürgermeister Gerhard Frauenberger, die Gespräche mit dem Land aufzunehmen. Sein Landeschef Matthias Stadler unterstützt ihn: „Im Bezug auf das Multiversum ist sicherlich die Unterstützung des Landes Niederösterreich notwendig.“ Gegenüber der NÖN meint Frauenberger, sehr bemüht zu sein und sich in die Materie einzulesen. Anfang Dezember findet eine Gesellschafter-Versammlung statt, wo die nächsten Entscheidungen getroffen werden sollen. Er habe am Dienstag auch ein langes Gespräch mit Martin Sörös und Werner Schlager von der WSA geführt, die sich erfreut zeigt, dass er bemüht sei, „die Probleme auszuräumen“.

Frauenberger stellt jedoch klar: „Man muss sich genau anschauen, was das Beste für die Stadt ist. Ich lasse verschiedene Möglichkeiten prüfen.“

Im Büro von Landesrätin Petra Bohuslav wartet man jedenfalls gespannt auf die neuen Gesprächspartner seitens der Stadtgemeinde Schwechat. Von der ursprünglich vereinbarten Sportförderung des Landes für die WSA (insgesamt 2,8 Millionen Euro) sei noch die letzte Rate ausständig, wie Pressesprecher Lukas Reutterer erklärt. Diese werde nur ausgezahlt, „wenn wir eine positive Fortbestandsprognose haben“.

Die Grünen Schwechat ziehen nach Durchforstung der erstmals vorgelegten Unterlagen eine ernüchternde Zwischenbilanz. „Ohne eine Vervielfachung des derzeitigen Umsatzes ist an eine Weiterführung des Projektes aus derzeitiger Sicht nicht zu denken. Der Druck auf die SPÖ unter Frauenberger steigt, sofort zu handeln“, meint Gemeinderat Peter Pinka.

Klar ist für die Grünen, dass die bisher vorgelegte Umfinanzierungsvariante die Banken bediene, die auch noch an der Umfinanzierung viel Geld verdienen. „Die Berechnungen zeigen, dass die Hallenerlöse zumindest um das 5-fache steigen müssen. Wir gehen von einem Mindestumsatz von deutlich über 7 Millionen Euro jährlich aus, um das Multiversum nachhaltig betreiben zu können. Die Stadt kann es sich nicht leisten, neben den Kosten für das Gebäude auch noch in den Betrieb jährlich rund 5 Millionen Euro zuzuschießen.“

Wenn die SPÖ bereit sei, auf Basis dieser Überlegungen die Zukunft des Multiversums zu diskutieren, stünden die Grünen für Gespräche bereit.