Misstöne rund um die Projekte-Reihung. Die Grünen sehen die Hallenbad-Sanierung vorrangig und üben Kritik an SP-Exkursion zu Eislaufplätzen. Stadtchefin kontert.

Von Susanne Müller. Erstellt am 13. März 2019 (04:33)
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Für Grün-Stadtrat Simon Jahn ist die Sanierung des Hallenbads vorrangig. Seine Partei will eine Eislaufplatz-Überdachung derzeit nicht andenken.

Das Schwechater Hallenbad ist in die Jahre gekommen und muss saniert werden. Der Umstand, dass die SPÖ zuletzt auch Erkundigungen über Eislaufplatz-Überdachungen eingeholt hat, sorgt daher für Unmut beim Koalitionspartner. „Das Wichtige zuerst“, meint Grün-Stadtrat Simon Jahn, dass ohne ein intaktes Hallenbad Überlegungen zur Überdachung des Eislaufplatzes ohnehin Schall und Rauch seien.

In seinem Ressort werde derzeit geprüft, wie umfassend die Hallenbad-Sanierung ausfallen wird müssen. Zuletzt wurde der Rohbau untersucht, um die Frage zu klären, ob die tragenden Teile aus Stahlbeton erhalten werden können.

„Es wäre klarerweise hilfreich, wenn wir den Rohbau stehen lassen könnten. Nicht nur der finanzielle Vorteil einer solchen Variante wäre für das Stadt-Budget besser, sondern auch die terminliche Komponente. Dadurch würde sich die notwendige Schließzeit während der Sanierung natürlich deutlich verkürzen lassen“, erklärt Jahn.

„Abteilungen sollten zusammenarbeiten“

Liegen alle Untersuchungsergebnisse vor, will er zu einem Runden Tisch zum Thema Hallenbad einladen. „Es wird ja insbesondere von unseren Sportvereinen und den Schulen genutzt. Mit allen Beteiligten aus Sport, den Schulen und der Verwaltung soll eine befriedigende Lösung gefunden werden – zum Nutzen aller Schwechater“, stellt Jahn klar.

Als „befremdlich“ bezeichnet indes SP-Bürgermeisterin Karin Baier, dass „man sich so etwas über die Medien ausrichten muss“. Die Stadtchefin betont, dass in der Vergangenheit bereits zahlreiche Locations, die erfolgreich saniert wurden, besucht worden seien. „Bisher waren das nur Hallenbäder“, sagt Baier. SP-Sportstadtrat Christian Habisohn arbeite daran seit über einem Jahr. „Eigentlich sollten die Abteilungen zusammenarbeiten“, spricht Baier die Ressorts Bau und Sport von Grünen und SP an.

Dass es nun auch zu einer Besichtigung von überdachten Eislaufplätzen beziehungsweise des Brucker Eissportzentrums gekommen sei, sei aus einem Bürgergespräch heraus entstanden. „Es gab etliche Interessenten für einen überdachten Eislaufplatz, deshalb haben wir uns das jetzt eben auch angesehen“, erklärt Baier.

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