Sicha übernimmt die Schwechater Bad-Kantinen. „Tyroler Stubn“-Wirt Michael Sicha schafft sich ein zweites Standbein. Start mit Hallenbad-Saison, die seit Dienstag läuft.

Von Gerald Burggraf. Erstellt am 16. September 2020 (03:55)
Michael Sicha will das Speiseangebot breiter aufstellen.
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„Es ist etwas ganz anderes, als das Restaurant“, ist sich Michael Sicha bewusst. Der Wirt der „Tyroler Stubn“ am Kellerberg schafft sich mit der Übernahme der Gastronomie im Freizeitzentrum ein zweites Standbein.

Der Beschluss zur Vergabe der Buffeträumlichkeiten im Sommer- und Hallenbad sowie für den Eislaufplatz fiel im Gemeinderat einstimmig. „Es gab mehrere Bewerber und Michael Sicha hat mit seinem Konzept überzeugt“, erklärt der für das Freizeitzentrum zuständige Vizebürgermeister Christian Habisohn (SPÖ). Besonders groß ist die Freude, dass sich ein Schwechater Gastronom durchgesetzt hat. Wobei: vier von fünf Bewerbern waren Braustädter.

Vizestadtchef Christian Habisohn war von Sichas Konzept überzeugt.
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Sicha folgt Leonhard Michlits nach, der 25 Jahre lang die Bad-Kantinen geführt hat. Der Burgenländer verabschiedete sich mit September in Pension. Bereits mit der Hallenbaderöffnung am Dienstag ging es für den neuen Pächter los. Wobei Sicha und Vizestadtchef Habisohn die Erwartungen niedrig halten – denn coronabedingt dürfen sich nur 48 Gäste gleichzeitig im Hallenbad aufhalten. Und die Sauna ist gesperrt.

Zudem gilt die Kantine im Sommerbad als eigentliche Cash Cow. Der erfahrene Wirt ist dennoch überzeugt: „A la longue ist es sich ein gutes Geschäft und aus meiner Sicht hochinteressant. Ich freue mich riesig auf die neue Herausforderung.“ Bis alles so läuft, wie er es vorhat, wird es sicher zwei Saisonen dauern. „Natürlich hängt es auch von den Besuchern ab“, hofft Sicha auf viele Gäste.

Das Hallenbad und damit die Kantine haben seit Dienstag geöffnet.
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Vor allem in der Sommerbad-Kantine will der Gastronom einiges ändern. „Das Küchenangebot wird breiter. Ich möchte neben Hotdogs & Co. auch Schnitzel oder Burger anbieten. Natürlich auch vegetarisch“, erläutert er. Ziel soll es sein, dass die Gäste ein ordentliches Mittagessen konsumieren können. Zudem setzt Sicha auf ein nachhaltiges Grundkonzept. Mittelfristig will er unter anderem auf Pfandgeschirr umsteigen. „Das ist nicht billig und wird nicht sofort umsetzbar sein“, betont er.

Die Bad-Kantinen werden laut Sicha vordergründig ein Familienbetrieb sein. Vor allem im Winter. „Im Sommer werde ich schon Saisonkräfte brauchen“, weiß der Kellerberg-Wirt.