Mittelschule Schmidgasse in Schwechat: Mega-Projekt auf Schiene

Erstellt am 27. Juli 2022 | 04:17
Lesezeit: 3 Min
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Die Mittelschule Schmidgasse wird für fast zwei Jahre eine Baustelle.
Foto: Gerald Burggraf
Sanierung und Ausbau kostet fast 21 Millionen Euro. Start im Herbst mit Abbrucharbeiten.
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Zwei Turnsäle auf zwei Ebenen, vier zusätzliche Klassenzimmer, ein Speisesaal, weitere Räume für die schulische Nachmittagsbetreuung und natürlich die Generalsanierung des Bestandsgebäudes – das Bauprojekt „Mittelschule Schmidgasse“ hat es in sich. Das schlägt sich nicht nur im Umfang, sondern natürlich auch bei den Kosten nieder.

Knapp 20,8 Millionen Euro muss die Stadtgemeinde inklusive Steuern und Finanzierung dafür hinblättern. Umgesetzt wird das Vorhaben von der „Östu-Stettin Hoch- und Tiefbau GmbH“. Der Wiener Baukonzern konnte sich beim Vergabeverfahren als Bestbieter durchsetzen und wird das Sanierungs- und Umbauprojekt als Totalunternehmer umsetzen. Das heißt: Östu-Stettin kümmert sich um sämtliche Belange von der Planung bis zur Durchführung der eigentlichen Bauarbeiten.

Der Beschluss im Gemeinderat fiel einstimmig. Die ersten Abbrucharbeiten werden noch heuer im Herbst über die Bühne gehen, der eigentliche Baustart dann Anfang 2023 erfolgen. „Bis September 2024 soll alles fertig sein“, spricht Baustadtrat Simon Jahn (Grüne) von einem ambitionierten Zeitplan. Bis dahin werden die Mittelschüler in der alten Rannersdorfer Volksschule sowie der neuen Schule am Frauenfeld unterrichtet. „Uns war wichtig, dass wir keine Container brauchen“, unterstreicht er.

Bewusst mehr Geld für nachhaltige Bauweise

Mit der Bestellung eines Totalunternehmers geht die Stadtgemeinde einen anderen Weg als bei der Volksschule am Frauenfeld, wo Planer und Baufirma getrennt voneinander gesucht wurden. Laut Baustadtrat Jahn macht die Gesamtvergabe bei einem Projekt dieser Dimension Sinn. „Ein Totalunternehmer ist wie ein One-Stop-Shop. Es ist einfacher und auch für uns als Gemeinde weniger personalintensiv“, erläutert er. Wenngleich die Kosten etwas höher wären, als bei der getrennten Vergabevariante.

Bewusst mehr Geld in die Hand genommen hat die Stadt auch in einem anderen Bereich des Bauvorhabens. So war der Faktor „Nachhaltigkeit“ ein essentieller Teil der Ausschreibung für den Totalunternehmer. Daher wurde mit der Vergabe an Östu-Stettin auch die Umsetzung mit dem sogenannten Klima-Gold-Standard beauftragt.

„Das macht zwar knapp 800.000 Euro mehr aus, doch wir wollten ein Vorzeigeprojekt in Sachen Nachhaltigkeit“, unterstreicht Grünen-Mandatar Jahn. Bei sämtlichen Materialien kommen daher die nachhaltigsten zum Einsatz, etwa bei der Dämmung. Zudem wird am Dach der Schule eine Photovoltaikanlage errichtet.

Übrigens: Sobald das Schmidgasse-Projekt beendet ist, steht die Sanierung der Volksschule Ehrenbrunngasse an. Sie soll auch für eine schulische Nachmittagsbetreuung im Haus adaptiert werden.

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