Schwechat: Multiversum-Deal kurz vor Abschluss. Vertraglich ist mit Investorengruppe alles „in trockenen Tüchern“. Gemeinderatsbeschluss Ende Mai anvisiert.

Von Gerald Burggraf. Erstellt am 29. April 2020 (05:59)
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In zwei bis drei Monaten könnte es tatsächlich so weit sein – und das Multiversum einen neuen Eigentümer haben. „Von vertraglicher Seite ist alles in trockenen Tüchern“, verlautbart Geschäftsführerin Annette Neumayer-Weilner im NÖN-Gespräch. Die Verträge für den Verkauf und mit dem neuen Betreiber wären in Fertigstellung. Die Hallenchefin hofft auf einen Vollzug noch im Juni oder zumindest im Juli.

Zuvor müssen jedoch beide Verträge noch durch den Gemeinderat. In der für Ende Mai geplanten Sitzung sollten sie auf der Tagesordnung stehen. Politisch war Rot-Grün und ist nun auch die SPÖ-Alleinregierung unter Bürgermeisterin Karin Baier bemüht, einen breiten Konsens zu schaffen. Es sei alles auf Schiene, betont die Stadtchefin. Aufgrund der Neukonstellation im Gemeinderat – alleine in der SPÖ gibt es zehn neue Mandatare –, müsste der Verkauf jedoch politisch neu abgestimmt werden, gibt Baier zu bedenken.

Beim neuen Eigentümer beziehungsweise Betreiber handelt es sich um eine Investorengruppe, mehr will Hallenchefin Neumayer-Weilner vorerst nicht verraten. „Sie werden das Haus und die Mieter zur Gänze übernehmen“, gibt sie dennoch Preis. Ein Restaurant wird es wohl keines mehr geben, eine neue Cateringfirma in den derzeitigen Trabitsch-Räumlichkeiten aber vermutlich schon.

Bereits zum Ende des Vorjahres gab es Gerüchte, wonach der Verkauf in der Dezembersitzung beschlossen werden könnte. Dazu kam es nicht, dann standen die Gemeinderatswahl und nun die Coronapandemie dem Deal im Weg. „Es ist derzeit sicher nicht der beste Zeitpunkt für eine Übergabe“, gibt Neumayer-Weilner zu. Aber: Es gebe schon viele Anfragen für das Jahr 2021. Bisher mussten erst drei Veranstaltungen abgesagt werden, unter anderem die Cheerleading-Meisterschaften. „Dafür gibt es 2021 zwei Termine“, erklärt die Hallenchefin. Der Rest wurde erst einmal in den Herbst verschoben.