Fremden in Rannersdorf attackiert

Erstellt am 26. September 2022 | 04:36
Lesezeit: 2 Min
Gericht
Foto: NOEN, Erwin Wodicka
24-Jähriger griff Mann grundlos an. Erklären konnte er den „Auszucker“ nicht – 3.000 Euro Strafe.
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Am 5. Mai dieses Jahres attackierte ein 24-jähriger Rauchfangkehrer einen Mann, der gerade dabei war, Rasen zu mähen. Der 24-Jährige drohte ihm und seiner Familie mit dem Umbringen, versetzte seinem Opfer einen Kopfstoß und schlug ihn schließlich mit der Faust ins Gesicht.

Das Frappierende an dem Fall fasste Richterin Anna Wiesflecker am Landesgericht Korneuburg so zusammen: „Sie gehen auf einen wildfremden Mann los?“ „Warum“ wisse er selbst nicht, antwortete er auf die Frage nach einem Motiv und nannte seine Tat „fürchterlich unnötig.“ Der Grund sei sehr wohl ein Thema, so die Richterin, vor allem hinsichtlich zukünftiger prekärer Situationen.

Reuig wollte sich der 24-Jährige bereits wenige Tage nach dem Vorfall bei seinem Opfer entschuldigen, was dieser jedoch ablehnte. Auch im Gerichtssaal tat sich das Opfer des jungen Mannes schwer, die Entschuldigung anzunehmen, – vor allem wenn er nicht mal wisse, warum er überhaupt angegriffen wurde.

Für seinen „Auszucker“ kam der bisher Unbescholtene diesmal noch mit – einem juristischen blauen Auge – einer Diversion in Form einer Geldbuße in der Höhe von 3.000 Euro davon. Das „Warum“ blieb jedoch auch in der Verhandlung auf der Strecke.

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