Gesundheit verkauft?. Flughafen-Gelder / Fast 200.000 Euro kriegt Zwölfaxing vom Umweltfonds. ZiB: „ÖVP verkauft unsere Gesundheit zum Spottpreis“.

Erstellt am 02. Oktober 2012 (23:09)

ZWÖLFAXING / Wie berichtet, zahlt der Flughafen Wien-Schwechat insgesamt 1,49 Millionen Euro aus dem Umweltfonds an die Anrainergemeinden aus. Für die Gemeinde Zwölfaxing sind fast 200.000 Euro, ganz genau 194.998,42 Euro, vorgesehen.

Die ZIB übt an der Auszahlung heftige Kritik und stimmte im Gemeinderat auch dagegen. Ihr Grundtenor: „Die ÖVP Gemeinderäte verkaufen unsere Gesundheit und unser Vermögen zum Spottpreis an den Flughafen!“ Denn laut ZiB müssen die Bürger für rund 122 Euro pro Person als Gegenleistung gesundheitliche Einbußen und Wertminderung der Grundstücke in Kauf nehmen. Und das Schlimmste komme noch: „Wenn die 3. Piste in Betrieb geht, werden im Nahbereich von Zwölfaxing dann 330.000 Tonnen Kerosin im Jahr verbrannt - mehr als das Doppelte von heute. Kerosin ist ein Dieseltreibstoff und Dieselabgase sind krebserregend!“, schreibt Peter Watzak-Helmer. Er fragt sich in einer Aussendung: „Wer sorgt sich um unsere Kinder?“

Bürgermeister Gerhard Schwarzmann weist die Kritik zurück. „Das Geld, das wir jetzt aus dem Umweltfonds bekommen, steht uns laut Mediatiobnsvertrag zu.“ Das Geld hätte schon früher fließen sollen, nur musste die erste Instanz zum UVP-Bescheid 3. Piste abgewartet werden. Mit dem Geld soll die Sanierung der Volksschule Zwölfaxing fortgesetzt werden, diesmal die Heizung und die thermische Sanierung betreffend. „Seit Baubeginn der Schule in den 70er Jahren ist die Heizung nicht erneuert worden.“