Gift-Drama um Hündin "Paula". Der Jack Russell Terrier dürfte einen über den Gartenzaun geworfenen Köder gefressen haben. Es ist nicht der erste Giftköder-Alarm in Himberg.

Von Gerald Burggraf. Erstellt am 29. Juli 2021 (12:19)
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Jack Russel Terrier "Paula" dürfte die Gift-Attacke überleben.
Usercontent, Susanne Aschenbrenner

Es reicht, es muss etwas passieren", ist Susanne Aschenbrenner überzeugt. Die Himbergerin ging daher zur Polizei und erstattete Anzeige.

Allerdings gegen Unbekannt, denn wer ihre Hündin "Paula" vergiftet hat, weiß sie nicht. Der Jack Russell Terrier wird derzeit in der Tierklinik Perchtoldsdorf betreut und befindet sich auf dem Weg der Besserung. "Die Erleichterung ist sehr groß", atmet Aschenbrenner durch.

Doch was war passiert? Die Unternehmerin hatte ihre Hündin lediglich für eine Stunde bei ihren Eltern gelassen. "Paula" durfte im Garten spielen. Knapp 30 Minuten nachdem Aschenbrenner ihren Liebling wieder abgeholt hatte, ging es los.

"Sie hat angefangen sich zu übergeben und das nicht mehr aufgehört", erzählt die Hundebesitzerin. Unter anderem erbrach der Jack Russell Terrier Teigüberreste. "Anfangs dachte ich, sie hat einfach ein altes Brot erwischt", erinnert sich die Himbergerin.

Nicht der erste Vorfall in jüngerer Vergangenheit

Doch die Hündin übergab sich weiter und zitterte am ganzen Körper. Der alarmierte Tierarzt riet Aschenbrenner sofort in die Tierklinik zu fahren. Also machte sie sich auf den Weg nach Perchtoldsdorf, wo "Paula" seither betreut wird.

"Dort sagte man mir, dass es vermutlich Gift war", berichtet die Unternehmerin. Wie das Gift in den Garten gelangt ist, kann sie sich nicht erklären. "Es ist wirklich schlimm. Erst vor kurzem wurden Giftköder am Kirchenplatz gefunden - dort spielen Kinder", ist die Himbergerin entsetzt.

Den Vorfall bei der Kirche bestätigt auch Bürgermeister Ernst Wendl (SPÖ): "Wir haben die Köder sofort entfernen lassen." Das sei nun schon öfter vorgekommen. Ebenso Gift-Attacken in Privatgärten. In zwei Fällen haben die Hunde den hinterhältigen Angriff nicht überlebt. Der letzte Todesfall war erst im Juni. „Es ist unvorstellbar, was in Köpfen von Menschen vorgehen muss, dass sie gegen liebevolle Tiere so hasserfüllte Handlungen setzen“, sagt der Ortschef.

Gemeinde rät zur erhöhten Vorsicht

Generell rät Wendl zu erhöhter Wachsamkeit. Egal ob im eigenen Garten oder beim "Gassi gehen" - mehr Vorsicht sei überall geboten. Komme einem etwas verdächtig vor, solle die Person Anzeige bei der Polizei erstatten. Im Paulas Fall ergab jedenfalls die Befragung der Nachbar nichts. 

„Wir müssen gemeinsam alles daransetzen, solche kranken Menschen dingfest zu machen und mit voller Härte des Gesetzes zur Verantwortung zu ziehen“, hält Bürgermeister Wendl fest.