Gleich und Gleich gesellt sich gern. Premiere / Am Freitag fand im Theater Forum Schwechat die diesjährige Premiere der Theaterwerkstatt Schwechat statt.

Erstellt am 21. November 2013 (23:59)
NOEN
Das sind aber nicht deine Schuhe. Andreas Herbsthofer-Grecht, Esther Potesil und Maria Bittner.
Von Jopie den Dulk

SCHWECHAT /  Die britische Boulevard-Komödie von Derek Benfield „Gleich und Gleich gesellt sich gern“ wurde in Schwechat wohl nicht zu dem Erfolg, den man sich erhoffte.

Zum Inhalt der „britischen Boulevard-Komödie voller Verwicklungen, einem Labyrinth von Lügen und obskuren Dialogen“, wie im Programmheft dargestellt: „Zwei Reihenhäuser in derselben Straße: eines wird bewohnt von Georgina und Henry, ein weiteres von Rachel und Victor. Die Idylle in der Londoner Vorstadt trügt: Frank ist der Lover von Rachel. Die beiden treffen sich im Haus von Georgina und Henry zu einem kleinen Stelldichein. Rachel hat sich das Haus für den Abend von ihrer Schulfreundin Georgina geborgt. Victor, Rachels Gatte, trifft sich derweil mit Georgina im Haus von Victor und Rachel. Auch ein Stelldichein …

Für zusätzliche Verwirrung sorgt Mrs. Procter, die als Mitglied eines privaten Sicherheitsdienstes die Nachbarschaft eher terrorisiert als bewacht. Sie hält Rachel für Georgina und Frank für einen Einbrecher.“

Es gab Zeiten, da konnte die Theaterwerkstatt Schwechat aus einem Reichtum urwüchsiger Komik und gescheiter Dummheiten schöpfen, die zumindest bei diesem Benfield zu vermissen sind. Da haben auch Klaus Haberl und Team nichts daran ändern können. Dieses Stück hat ja nun wirklich nicht viel aufzuweisen.

Schade, britische Boulevardkomik, ist nun mal nicht jedermanns Sache. Dass die flache Klamotte dennoch zur Erheiterung des Publikums beigetragen hat, das ist einzig und allein den Darstellern zu danken, die sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten die Seele aus dem Leib gespielt haben. Umso mehr, als sie, was in diesem speziellen Falle sinnvoll gewesen wäre, keinerlei Unterstützung von Bühnenbild und dergleichen erfahren haben.