Ex-Vize Vetter (FPÖ) zeigt vor Gericht Reue. Wüste Drohungen warfen sich Ex-Vizeortschef Markus Vetter und Nachbar Ibrahim B. an den Kopf: Vor Gericht gab sich Duo zahm.

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 21. September 2016 (06:59)
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Markus Vetter (links) und Ibrahim B. begruben vor Gericht das Kriegsbeil und besiegelten die Versöhnung mit einem Händedruck.

 

Turbulente Szenen spielten sich am 30. Mai dieses Jahres vor einem Mehrparteienhaus in der Hauptstraße in Gramatneusiedl ab: Der damalige Vizebürgermeister und jetzige FP-Gemeinderat Markus Vetter und der türkische Nachbar Ibrahim B. gerieten in Streit.

Auslöser des zunächst verbalen Gefechts war der bellende Hund des FP-Gemeinderates. Der Vierbeiner wurde aber schnell zur Nebensache, denn nach gegenseitigen Beschimpfungen und der Drohung mit Enthauptung griff der Türke zum Rasiermesser und Vetter zur Schreckschusspistole. Als die alarmierte Polizei eintraf, beruhigten sich die Gemüter wieder und die Streithähne gingen ohne Blessuren wieder ihrer Wege.

Vor Gericht gab sich das streitbare Duo friedlich und zeigte Einsicht: „So etwas hätte nicht passieren dürfen. Wir haben beide Blödsinn gemacht.“
Über Anregung des Verteidigers Franz Lima und mit der Zustimmung der Staatsanwaltschaft kam es in der Verhandlung zu einem Tatausgleich: Die ehemaligen Kontrahenten entschuldigten sich mit Handschlag und gelobten beide: „Derartiges wird nicht mehr passieren.“ Das Verfahren gegen Vetter und B. wegen gefährlicher Drohung wurde daraufhin eingestellt. Beide bleiben somit ohne Vorstrafe, müssen lediglich Gerichtskosten berappen.