Gnadenhochzeit: Eheglück seit über 70 Jahren. Friedrich und Hermine Steurer wurden 1951 in Gramatneusiedl getraut und sind seitdem unzertrennlich.

Von Max Stepan. Erstellt am 18. Februar 2021 (03:24)
Bürgermeister Thomas Schwab gratulierte Friedrich und Hermine Steurer zum Jubiläum.
privat

Zu einer Goldenen Hochzeit, also zum 50. Hochzeitstag, durfte Bürgermeister Thomas Schwab (SPÖ) schon öfter in Gramatneusiedl gratulieren. Doch diesen Monat kam es zu einem etwas ungewöhnlicheren Jubiläum. Und zwar durfte er einem Ehepaar zur sogenannten Gnadenhochzeit gratulieren, Friedrich und Hermine Steurer sind nämlich bereits 70 Jahre lang verheiratet.

„Das ist ein Wahnsinnsdatum, wir gehen davon aus, dass dies die erste Gnadenhochzeit in Gramatneusiedl überhaupt ist. Auch überregional ist so ein Jubiläum relativ selten und deshalb ziemlich beachtlich“, erklärt Schwab. Friedrich Steurer ist zudem mit einem Alter von 93 Jahren noch einer der letzten lebenden Zeitzeugen der ehemaligen Marienthaler Arbeitersiedlungen, dies ergab eine Recherche der Gemeinde. 

Im Jahr 1951 wurde das Paar noch in der Nachkriegszeit in der Gramatneusiedler Ortskirche getraut. Seitdem leben sie auch bis heute zusammen. Das Geheimnis, welches hinter einer so lange andauernden Ehe stecken könnte, erklärt sich Friedrich Steurer ganz einfach: „Wir haben uns einfach immer gut verstanden und hatten nie Probleme miteinander.“

Auch gemeinsame Hobbys lebten die beiden in den letzten Jahrzehnten aus, dabei stand der Sport im Mittelpunkt. Jedes Jahr war man gemeinsam Ski fahren in Österreich und auch oft Eislaufen.

Viele gemeinsame Reisen führten in unterschiedliche Länder auf der Welt. „Das Reisen war für uns ebenfalls immer eine gemeinsame Leidenschaft. Wir haben viele verschiedene Länder in Europa besucht, unter anderem waren wir sehr oft in Italien. Aber auch Reisen auf dem afrikanischen Kontinent haben wir unternommen“, erzählt Steurer von den gemeinsamen Erlebnissen. „Mit dem Alter wird das Reisen und der Sport aber auch weniger“, lacht Steurer. 

Für die Zukunft erhofft sich das Ehepaar, gesund die Corona-Pandemie zu überstehen. Derzeit warten beide noch auf den Impfstoff: „Nach der Impfung hoffen wir wieder auf baldige Normalität.“ Danach soll auch wieder ein gemeinsamer Ausflug unternommen werden: „In der Vergangenheit waren wir öfter in Ungarn in einer Therme. Sobald es möglich ist, wollen wir dort wieder Urlaub machen.“