Kampf um Schutzweg. Gramatneusiedl startet neuen Versuch für Schutzweg in der Bahnstraße. Bisher wurden immer zu wenige Passanten gezählt.

Von Theresa Puchegger. Erstellt am 06. April 2019 (04:18)
Schirl-Winkelmaier
Bei der Bahnstraße soll eine Passantenzählung durchgeführt werden.

Die Beleuchtung ist angepasst, einige Parkplätze sind gesperrt, Bodenmarkierungen sind aufgebracht – die Gemeinde nimmt einen neuen Anlauf auf einen Schutzweg in der Bahnstraße. Sie erfüllt nun die Bedingungen der Bezirkshauptmannschaft (BH) für eine Passantenzählung. Fällt diese positiv aus, soll in der Bahnstraße ein Schutzweg entstehen.

Angeregt hat das Grünen-Gemeinderat Sebastian Schirl-Winkelmaier, der die Sicherheit auf dem Weg zum Bahnhof erhöhen möchte. Er setzt sich schon länger für einen Schutzweg an dieser Stelle ein. Bereits 2015 habe er eine Begehung durch die BH angeregt. Damals sei ein Maßnahmen-Katalog für die Gemeinde ausgearbeitet worden, der erfüllt werden muss, damit eine Zählung durchgeführt wird. Mit der kürzlich erfolgten Aufbringung der Bodenmarkierungen ist das nun gegeben.

"Vier- bis fünfmal hatte es eine Passantenzählung gegeben"

SP-Bürgermeisterin Erika Sikora ist aber nicht zuversichtlich, dass tatsächlich ein Schutzweg genehmigt werden könnte. Immerhin ist das keinesfalls der erste Versuch. Bereits „vier- bis fünfmal“ habe man Passantenzählungen durchgeführt. „Es sind aber immer zu wenige Fußgänger dort über die Straße gegangen“, erklärt Sikora, dass man den Richtwert von durchschnittlich 26 Fußgängern pro Stunde bisher nie erreicht hat.

„Ich wäre froh, wenn ein Schutzweg kommt. Ich bin aber nicht überzeugt, dass es diesmal funktionieren wird“, meint sie. Die Entscheidung liegt letztendlich aber bei der BH. Diese werde nun eine Zählung durchführen und dann entscheiden.