Projekt Sicherheitszentrum: „Zweifel entstehen“. VP hätte sich anderen Standort gewünscht und kritisiert mangelnde Einbindung der Opposition. Ortschefin kontert.

Von Theresa Puchegger. Erstellt am 04. März 2019 (05:09)
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In der Nähe vom Friedhof wird derzeit eine Gasleitung verlegt. Auf der Fläche über der Leitung soll dann eine Straße errichtet werden.
ÖVP

Das Land NÖ hat die Verlegung der Grenze zu Moosbrunn genehmigt, die Polizei ist grundsätzlich willig, einzuziehen. Das Projekt Sicherheitszentrum ist auf Schiene.

Nun kommt aber Gegenwind von der Volkspartei. VP-Ortsparteiobmann Patrick Rosner kritisiert den geplanten Standort neben dem Friedhof. Die VP präferiere eine gemeindeeigene Fläche gegenüber der Siedlung im Weingartenfeld in Richtung Himberg. Bereits 2016 habe sie vorgeschlagen, darauf ein neues Feuerwehrhaus zu errichten.

Auch dass derzeit neben dem Friedhof eine Gasleitung verlegt wird, stößt bei Rosner auf Kritik. Immerhin dürfe je sechs Meter links und rechts der Leitung nichts gebaut werden. „Je länger man über das Vorhaben nachdenkt, desto mehr Zweifel entstehen. Man sollte das Projekt noch einmal gemeinsam überdenken“, meint er.

"Wo sollen wir noch hinwachsen?"

SP-Bürgermeisterin Erika Sikora entgegnete im Gespräch mit der NÖN, dass auf der Fläche über der Gasleitung ohnehin nur eine Straße geplant sei. „Wir brauchen ja auch eine Zufahrt zu dem Gebiet, das wir erschließen“, erklärt sie.

Rosner kritisiert außerdem, dass im oberen Teil der Fläche, die Gramatneusiedl durch die Grenzverschiebung erhält, Bauplätze entstehen. „Zusätzliches Bauland brauchen wir nicht. Wir haben jetzt schon 3.600 Einwohner. Wo sollen wir noch hinwachsen?“, meint er.

Diese Sorge kann Sikora nicht nachvollziehen. „Da wird nicht allzu viel passieren. Das wird kein großvolumiger Wohnbau“, ist sie sich sicher. Ein zentraler Kritikpunkt, der vonseiten der VP immer wieder aufgeworfen wird, ist außerdem, dass die Opposition im Vorfeld in das Projekt nicht eingebunden wurde. Hier sieht Sikora aber eine „Holschuld“ der Mandatare: „Wenn mich jemand fragt, dann bin ich bereit, alles zu erklären.“

Die Feuerwehr selbst sieht den Standort derweil positiv. „Dieser Standort ist sicher einer der besten“, meint Kommandant Karl Blaha.