Liste für Schranken bei Bahnübergang. Gemeinden kämpfen gegen geplante Entfernung des Bahnschrankens an der L161. Künftige Sicherung laut ÖBB unklar.

Von Theresa Puchegger. Erstellt am 23. Juli 2018 (04:37)
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Nachdem in Reisenberg schon länger eine Unterschriftenliste gegen die laut der Gemeinde geplante Entfernung des Bahnschrankens aufliegt, regt sich nun auch in Gramatneusiedl Widerstand. Seit Kurzem kann auch am Gramatneusiedler Gemeindeamt dagegen unterschrieben werden.

„Reisenbergs Bürgermeister Josef Sam hat mich angerufen und darum gebeten, dass wir auch bei uns am Gemeindeamt eine Unterschriftenliste auflegen“, erzählt SP-Bürgermeisterin Erika Sikora im Gespräch mit der NÖN. Die gesammelten Unterschriften sollen dann an die ÖBB weitergeleitet werden.

Sikora selbst ist kategorisch gegen eine Entfernung des Bahnschrankens. „Das wäre ein Wahnsinn. Überall werden die Bahnübergänge sicherer gemacht, nur dort nicht“, betont sie.

Sikora gegen „Sparen an der falschen Stelle“

Das Sparen an einer Hauptverkehrsader, auf der zwar eher weniger Züge, aber dafür umso mehr Autos verkehren würden, hält sie für falsch. „Das ist ein Sparen an falscher Stelle und eine gefährliche Sache“, so Sikora.

Vonseiten der ÖBB verweist man jedoch darauf, dass die Entscheidung über die Art der Sicherung einer Eisenbahnkreuzung bei der zuständigen Eisenbahnbehörde liege und die ÖBB deren Entscheid lediglich ausführe. Aufgrund der Eisenbahnkreuzungsverordnung von 2012 sei die ÖBB dazu verpflichtet, Eisenbahnkreuzungen bei Reinvestitionen auf den neuesten Stand zu bringen, so ÖBB-Pressesprecher Christopher Seif. „Die Kreuzung wurde deshalb von einem Sachverständigen des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie überprüft, wobei wir noch auf den Bescheid warten“, erklärt Seif. Die ÖBB hat seitens der Behörde also noch keine Mitteilung darüber erhalten, wie die Kreuzung künftig geregelt werden soll.