Riesige Werkstatt für ÖBB-Loks . Investition Rund 10 Millionen Euro pumpt die Bahn-Partnerfirma „LTE“ in den Bau einer Wartungshalle am Areal des Gramater Bahnhofs.

Von Max Stepan. Erstellt am 22. Mai 2020 (05:55)

Eine Millioneninvestition steht am Areal des Gramatneusiedler Bahnhofs an. Dafür verkaufte die ÖBB ein Grundstück an die Firma „Logistics & Transport Europe“ (LTE). Auf dem Areal wird nun eine rund 1.000 Quadratmeter große Halle zur Wartung von Lokomotiven gebaut. Für die Errichtung und den Betrieb des Servicestützpunktes schlossen sich ÖBB, LTE und die Firma „European Locomotive Leasing“ (ELL) zu einem Joint Venture zusammen. Sie gründeten im Rahmen ihrer Kooperation die „ETL Lokservice GmbH“. Gemeinsam werden rund zehn Millionen Euro in das Vorhaben in Gramatneusiedl investiert.

Die Halle soll Platz für mehrere Lokomotiven bieten und bereits im Mai soll der Baustart für die neue Werkstätte beginnen. Zwei Gleise verlaufen bereits auf dem Grundstück, diese sind jedoch unbrauchbar für die zukünftige Nutzung: „Die bereits vorhandenen Gleise werden entfernt und es werden neue Gleise, welche für unsere Verwendung geeignet sind, gebaut“, sagt LTE-Geschäftsführer Andreas Mandl über das Grundstück.  „In der Werkstätte sind vor allem Service-Arbeiten an Lokomotiven vorgesehen, welche nicht länger als 24 Stunden dauern“, erklärt Andreas Mandl. Gemeint sind damit vor allem Routine-Service Arbeiten, die in der Schnell-Werkstatt durchgeführt werden. Service-Arbeiten werden aber nicht nur an Lokomotiven der ÖBB ausgeführt: „Wir sind ein freies Unternehmen und werden deshalb auch für andere Firmen Wartungsarbeiten an Lokomotiven durchführen.“

Gramatneusiedl liegt strategisch günstig

Als Standort ist Gramatneusiedl perfekt geeignet, wie es vonseiten der ÖBB heißt: „Gramatneusiedl liegt strategisch günstig an einem Knotenpunkt im transeuropäischen Netz und wird künftig ein wichtiger Wartungsstützpunkt“, betont Bernhard Rieder, Pressesprecher bei den Bundesbahnen.

Auch Andreas Mandl bezeichnet Gramatneusiedl als strategisch gut gelegenen Standort für künftige Wartungsarbeiten an Lokomotiven aller Art: „Der Standort weist eine günstig gelegene Schnittstelle zwischen Nord-Süd und West-Ost Verbindung auf, welcher für uns eine entscheidende Rolle spielt.“ Ab Herbst 2021 sollen auch schon die ersten Lokomotiven in der neuen Halle instandgehalten werden. Dabei werden mit dem Joint Venture zwischen ÖBB und ELL und LTE mittelfristig 20 neue Arbeitsplätze geschaffen und nachhaltig gesichert, wie ÖBB-Sprecher Rieder mitteilt.

Vonseiten der Gemeinde ist man erfreut, dass neue Arbeitsplätze für Gramatneusiedler entstehen könnten: „Wir sind natürlich im Sinne der Bevölkerung daran interessiert , dass sich neue Firmen in Gramatneusiedl ansiedeln“, zeigt sich Bürgermeister Thomas Schwab (SPÖ) erfreut.