"Round-Table" löst Ausschüsse ab . Durch einen sogenannten "Bürgermeister Round-Table" sollen die bisherigen Gemeinderatsausschüsse abgelöst werden. Damit soll in Zukunft die Zusammenarbeit und Kommunikation zwischen den Fraktionen besser geregelt werden.

Von Max Stepan. Erstellt am 25. Februar 2020 (11:11)
Sebastian Schirl-Winkelmaier (Grüne), Thomas Schwab (SPÖ), Patrick Rosner (ÖVP) und Paul Hirnich (Voran) haben das neue Parteiübereinkommen unterschrieben.
Max Stepan

In der konstituierenden Sitzung am Montag wurde von allen vier Fraktionen ein Parteiübereinkommen unterschrieben, welches den Titel "Eine neue Form der Zusammenarbeit" trägt.  Vor allem gemeint ist damit der neu eingerichtete "Bürgermeister Round-Table", welcher die bisherigen Gemeinderatsausschüsse ablösen soll. 

In den regelmäßigen Round-Table Sitzungen sind alle im Gemeinderat vertretenen Parteien eingeladen, über wichtige Themen, Wünsche und Anregungen aus der Bevölkerung abzustimmen. "Wir wollen gemeinsam vernünftige Lösungen finden zum Wohle unserer Gemeinde", erklärte der frisch gewählte SP-Bürgermeister Thomas Schwab. In Zukunft sollen somit alle Fraktionen aktiv die Zukunft von Gramatneusiedl gestalten können, heißt es in dem Parteiübereinkommen. 

Künftig sollen nur jene Themen in den Ausschüssen behandelt werden, welche für öffentliche Diskussionen ungeeignet sind, dazu zählt etwa die Wohnungsvergabe. Auch der Prüfungssausschuss wird weiterhin beibehalten, da er gesetzlich vorgeschrieben ist. 

Thomas Schwab ist neuer Bürgermeister

Mit 15 von insgesamt 20 Stimmen ist Thomas Schwab (SPÖ) am Montag offziell vom Gemeinderat zum neuen Bürgermeister gewählt worden. Patrick Rosner von der Volkspartei erhielt bei der Bürgermeisterwahl drei Stimmen und zwei waren ungültig. 

Auch die Vizebürgermeisterin wird von der SPÖ gestellt. Maria Kattavenos erhielt bei der Wahl 12 Stimmen, Peter Tötzer von der ÖVP erhielt sieben Stimmen und eine Stimme war ungültig. 

Auch die insgesamt fünf geschäftsführenden Gemeinderäte wurden gewählt, drei davon entfallen auf die SPÖ mit Maria Kattavenos, Stephan Milalkovits und Alfred Halmetschlager und die ÖVP stellt mit Peter Tötzer und Ralph Taschke zwei geschäftsführende Gemeinderäte. Alle Beschlüsse wurden mit 20 statt 21 Stimmen beschlossen, da Waltraud Rosner bei der Sitzung nicht anwesend war.