Schutz für die Urzeitkrebse

Erstellt am 25. April 2022 | 05:31
Lesezeit: 2 Min
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Nach dem Pflegeeinsatz bei der Urzeitkrebswiese, wurde bei einer Exkursion die Lebensweise der Krebstiere näher erklärt. 
Foto: Norbert Sauberer
Um die Krebstiere im Ort Gramatneusiedl zu schützen, wurde ein Pflegeeinsatz gestartet.
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Die Urzeitkrebswiese in Gramatneusiedl ist seit 1997 offiziell ein geschütztes Naturdenkmal. Der Grund: in dem Feuchtwiesen-Gebiet wurden in den letzten Jahren der Europäische Sommerschildkrebs und der Sommerfeenkrebs nachgewiesen, besser bekannt als „Urzeitkrebse“.

Das Besondere an den Tieren ist, dass sie seit Millionen Jahren ihr Aussehen nicht verändert haben und schon die Dinosaurier auf den Lebensräumen der Urzeitkrebse herumtrampelten. Für die Entwicklung der kleinen Krebse ist es wichtig, dass sie temporäre, fischfreie Gewässer in den Feuchtwiesen zur Verfügung haben.

Anfang April fand deshalb auf  Initiative von Umweltgemeinderat Sebastian Schirl-Winkelmaier (Grüne) ein Pflegeeinsatz statt, um den Lebensraum der kleinen Tierchen auch weiterhin zu schützen. Zu den Pflegemaßnahmen zählten unter anderem die Mahd der Feuchtwiese und die Entfernung des Mähguts. 

Anschließend fand eine Exkursion mit rund 25 Teilnehmern gemeinsam mit dem Ökologen Tobias Schernhammer statt, um den Interessenten die Lebensweise der Urzeitkrebse näher zu erläutern. Anhand von lebenden Urzeitkrebsen wurden die Besonderheiten dieser seltenen Organismen demonstriert.

Die anwesenden Kinder bekamen kleine Erdproben vom Naturdenkmal und die Anleitung zum Ausbrüten von Urzeitkrebsen mitgegeben.

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