Urzeitkrebse nachgezüchtet

Erstellt am 08. August 2022 | 05:32
Lesezeit: 2 Min
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Bei der damaligen Exkursion im Frühjahr wurden Erdproben aus der Feuchtwiese ausgegeben. Nun gelang es, daraus Urzeitkrebse zu züchten. 
Foto: Norbert Sauberer
In einer Erdprobe der Urzeitkrebswiese in Gramatneusiedl befanden sich fruchtbare Eier der Tiere.
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Seit über zwei Jahrzehnten zählt die Urzeitkrebswiese in Gramatneusiedl als geschütztes Naturdenkmal. Grund dafür ist das Vorkommen des Europäische Sommerschildkrebs und des Sommerfeenkrebs, besser bekannt als „Urzeitkrebse“.

Das Besondere an ihnen ist, dass sie seit Millionen Jahren ihr Aussehen nicht verändert haben und als wahre Überlebenskünstler auf der Erde gelten.  Für die Entwicklung der kleinen Krebse ist es wichtig, dass sie temporäre, fischfreie Gewässer in den Feuchtwiesen zur Verfügung haben.

Deshalb fand im April, auf Initiative des Umweltgemeinderates Sebastian Schirl-Winkelmaier (Grüne) ein Pflegeeinsatz bei der Feuchtwiese statt, um den Schutz der Krebse zu garantieren. Bei der Exkursion wurden zudem kleine Erdproben mit einer Anleitung zum Ausbrüten der Krebse ausgegeben. 

Die gute Nachricht: Tatsächlich ist es der Gramatneusiedlerin Christine Swatek nun gelungen, einen Sommerfeenkrebs aus ihrer Erdprobe zu züchten. Damit konnte seit langem wieder bewiesen werden, dass sich noch fruchtbare Eier im Boden der Gramatneusiedler Feuchtwiese befinden, welche über 50 Jahre dort lagern können.

Die Freude ist jedenfalls bei allen Beteiligten groß, denn es existieren nur noch sehr wenige Orte in ganz Österreich, wo die Urzeitkrebse natürlich vorkommen.

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