Vandalen verwüsten Bäuerinnen-Projekt. Die neue „Ackerkultour“ in Gramatneusiedl wurde mutwillig zerstört. Die Bäuerinnen führen ihr Projekt trotzdem weiter.

Von Max Stepan. Erstellt am 14. Juli 2021 (05:55)

Die sogenannte „Ackerkultour“ der Bäuerinnen aus dem Bezirk Bruck sollte den Menschen einen näheren Einblick in die Landwirtschaft bieten ( die NÖN berichtete ). Auf den Äckern in der Nähe des Gramatneusiedler Bahnhofes wurden dafür Informations-Tafeln und Kisten mit den jeweiligen Produkten angebracht, um den Ackerbau näher zu erklären.

Bis jetzt wurde die Tour auf den Äckern von der Bevölkerung sehr gut angenommen und der Eröffnungstag im Juni war sehr gut besucht. Vor wenigen Tagen mussten die Bäuerinnen jedoch mit Ärger feststellen, dass die „Ackerkultour“ verwüstet wurde.

Sogar Glasscherben in den Feldern

Die mit Mühe aufgestellten Tafeln wurden ausgerissen und verdreht, die Info-Materialien über dem Boden verstreut und die Produkte in den Gläsern wurden auf das Feld geworfen. Angenommen wird, dass eine Gruppe von Jugendlichen für die Sachbeschädigung verantwortlich ist. 

„Wir mussten die Glasscherben in den Feldern suchen, da sonst Brandgefahr bestanden hätte. Die Tafeln haben wir wieder aufgestellt und die Kisten haben wir wieder aufgefüllt“, erklärt Gebietsbäuerin Margit Kitzweger-Gall im Gespräch mit der NÖN. 

Doch die Bäuerinnen wollen sich durch diese Aktion nicht einschüchtern lassen, ganz im Gegenteil: „Wir wollen uns auch weiterhin für die Wertschätzung der Bauern und ihre Arbeit in der Region einsetzen, deshalb bleibt unsere Tour natürlich weiterhin bestehen“, betont Kitzweger-Gall. 

Die positiven Rückmeldungen bei der Tour-Eröffnung seien mitunter für die Gebietsbäuerin ein weiterer Grund, nicht nachzugeben und weiterhin authentische Einblicke in den Ackerbau zu geben: „Wir waren damals über das Interesse an der Landwirtschaft überwältigt und werden deshalb weitermachen.“