„Wiener Musik“ im Stadl am Wittnerhof. Das Orchester Camerata Carnuntum lud zu einem „Fest der Wiener Musik“. Die Solisten waren mitunter überfordert.

Von Otto Havelka. Erstellt am 10. August 2019 (04:01)
Havelka
Dirigent und Orchester-Gründer Leo Wittner lud mit seiner Camerata Carnuntum zu einem „Fest der Wiener Musik“ in den Stadl am Wittnerhof.  

Es war klug, das „Sommerkonzert unter der Linde“ am vergangenen Freitag von Haus aus in den Stadl zu verlegen. Denn kurz vor der Pause setzte ein Wolkenbruch den ganzen Ort unter Wasser.

Drinnen kredenzte Dirigent Leo Wittner mit seinem rund 40-köpfigen Orchester Camerata Carnuntum ein „Fest der Wiener Musik“. Eröffnet wurde das Konzert ausgerechnet mit Auszügen aus der „Zauberflöte“ des Salzburgers Wolfgang Amadeus Mozart. Als Solisten für die Arien und Duette fungierten Tenor Gernot Heinrich und Sopranistin Anna Weber.

Auch wenn das zahlreiche Publikum die beiden mit viel Applaus bedachte, umwerfend war ihre Darbietung nicht. Anna Weber hatte deutlich Mühe, die hohen Töne in „der Hölle Rache“ zu erklimmen, und Gernot Heinrich blieb sowohl in Lederhosen wie im Anzug eher farblos.

Damit soll Wittners Unterfangen aber nicht schlechtgeredet werden. Es ist sein Verdienst, dass mehr als 200 Besucher kommen, um vorwiegend Musik von Franz Schubert und Johann Strauss zu hören.