Heftige Kritik an Stadtchef. Land platzt Kragen / Land warte laut Landesrätin seit Monaten vergeblich auf Businessplan des Multiversums. Sie fordert Bürgermeister auf, binnen zwei Tagen Weichen zu stellen.

Von Andreas Fussi. Erstellt am 30. Juli 2014 (10:46)
NOEN, Erich Marschik
Weil bislang kein Businessplan des Multiversums vorliege, attackierte am Dienstag VP-Landesrätin Petra Bohuslav via Aussendung SP-Bürgermeister Gerhard Frauenberger.

Wörtlich schreibt sie: „Nach den vernichtenden Darstellungen im Rechnungshofbericht und trotz mehrerer Termine und klarer Aufforderungen seitens des Landes Niederösterreich, ist bis dato kein aktueller Businessplan vorgelegt worden.“ Nach den „skandalösen Vorkommnissen rund um das Multiversum Schwechat“ stehe somit laut Bohuslav das internationale Vorzeigeprojekt Werner Schlager Akademie (WSA) mit dem Rücken zur Wand.

Bohuslav ist empört: „Es ist unglaublich, wie seitens des Bürgermeisters mit einem verdienten Sportler umgegangen wird und ein renommiertes Trainingszentrum durch Untätigkeit in Verruf gebracht wird.“ Es sei „beschämend, wie intransparent, inkonsequent und inkompetent“ gearbeitet werde. Bohuslav fordert Frauenberger auf, binnen zwei Tagen die Weichen zu stellen, „um so den Fortbestand der Akademie als sportliches Aushängeschild für Niederösterreich zu gewährleisten“.

Argumentation ist für Stadtchef scheinheilig 

„Statt der zugesagten Fördermittel schickt die zuständige Landesrätin einen Pressetext – das ist nicht hilfreich.“ So kommentierte Bürgermeister Frauenberger die Aussendung. Der Businessplan soll bereits im Dezember 2013 vorgelegt worden sein und bilde die Grundlage für die Genehmigung des Landes für die Umschuldung in Millionenhöhe. Frauenberger: „Und jetzt soll er nicht gut genug sein um die ausständige Förderrate des Landes von 560.000 Euro zu ermöglichen? Das ist doch scheinheilig.“

Frauenberger erinnert auch daran, dass seit März eine grundsätzliche Einigung mit der WSA bestehe, die allerdings einer 2/3-Mehrheit im Rathaus bedurft hätte. „Eine Mehrheit, die von der Opposition verhindert wurde – auch von den Parteifreunden der Landesrätin“, so Frauenberger.

Er kritisiert, dass Bohuslav ihre Kritik und ein Ultimatum über die Medien ausrichte. Er betont, immer „offen, ehrlich und transparent“ zu arbeiten, um das Multiversum auf eine solide Basis zu stellen.