FP-Csida am Rückzug. Die FP verlor die Hälfte ihrer Gemeinderatssitze. Ortsparteiobmann Sascha Csida zieht nun die Konsequenzen.

Von Otto Havelka. Erstellt am 19. Februar 2020 (06:03)
FP-Ortsparteiobmann Sascha Csida zieht sich nach der Wahlschlappe zurück.
Havelka

Zwischen den Zeilen konnte man es schon ein paar Tage nach der Gemeinderatswahl herauslesen. Nun ist es offiziell: FP-Gemeindeparteiobmann Sascha Csida setzt zum Rückzug an. Nachdem die FPÖ zwei Gemeinderatssitze verlor und damit halbiert wurde, zieht Csida Konsequenzen. „Ich nehme den Wählerwillen ernst und verzichte daher zugunsten unseres drittgereihten Kandidaten Gerhard Kögl auf meinen Sitz im Gemeinderat. Somit bleiben unsere langgedienten Gemeinderäte Brigitte Steininger und Gerhard Kögl für die FPÖ in Himberg im Gemeinderat, um sich für die Anliegen der Bürger aus Himberg, Velm und Pellendorf einzusetzen“, verkündete Csida in einem offiziellen Statement zu seinem Rückzug.

Vorerst will Csida seine Funktion als Ortsparteiobmann wahrnehmen. Laut FP-Statuten steht noch im heurigen Jahr die Wahl eines neuen Ortsparteivorstands auf dem Programm. Ob Csida dabei wieder kandidiert, lässt er vorerst offen. „Ein Comeback zu einem späteren Zeitpunkt möchte ich nicht ausschließen“, so der Himberger. „Ich bleibe jedenfalls bis zum nächsten Ortsparteitag Obmann der FPÖ Ortsgruppe Himberg und werde wie früher im Hintergrund weiter für die Bevölkerung und die FPÖ Ortsgruppe Himberg arbeiten.“

Das jüngste Wahldebakel will Csida allerdings nur zum Teil auf seine Schultern nehmen. „Der Bundestrend hat uns sicher ein Mandat gekostet“, glaubt er. Den Rest habe die Orts-FP zu verantworten. „Wir haben viele konstruktive Vorschläge eingebracht und Initiativen gestartet, aber das wurde von der Bevölkerung offensichtlich nicht so wahrgenommen“, analysiert Csida.