Frustrierte Ehefrau erfand Stalker-Story. 38-Jährige tischte Polizei Lügengeschichte auf, um Ehemann von Pornos wegzubringen – das Ergebnis: Fünf Monate Bewährung.

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 09. Oktober 2019 (06:08)
Erwin Wodicka (Erwin Wodicka)
Symbolbild

Um das eingeschlafenen Liebesleben wieder in Schwung zu bringen, fand eine frustrierte Ehefrau aus Himberg eine obskure Lösung: Sie marschierte zur Polizei und beklagte, dass sie von einem unbekannten Mann verfolgt werde.

Alles nur, um den lieblosen Ehemann wachzurütteln, bekannte die dreifache Mutter sichtlich beschämt die der Fantasie entsprungene Geschichte vor Richter Dietmar Nußbaumer ein. Der erfundene Stalker und die Polizeianzeige zeigten beim Ehemann aber nicht die erhoffte Wirkung: Weder gesteigerte Aufmerksamkeit noch Anteilnahme stellten sich ein.

„Ich war verzweifelt. Ich habe schon einmal einen Mann wegen Schmuddelfilmchen verloren. Dass mir das noch einmal passiert, wollte ich verhindern, und ich habe dann noch den Angriff eines Fremden mit Würgen und Schlagen im Stiegenhaus erfunden. Die Verletzungen habe ich mir selbst zugefügt. Es tut mir sehr leid, dass ich der Polizei mit meinen Schwindelgeschichten unnötige Arbeit bereitet habe“, beteuerte die 38-Jährige.

Die bislang Unbescholtene wurde wegen falscher Beweisaussage und Vortäuschung einer Straftat zu fünf Monaten auf Bewährung verurteilt.