Laurentiusheim wird bis 2025 komplett erneuert. Bis 2025 wird das Landespflegeheim in Himberg abgetragen und neu aufgebaut.

Von Otto Havelka. Erstellt am 16. Januar 2021 (04:45)
Das 1905 eröffnete NÖ Pflege- und Betreuungszentrum soll bis 2025 komplett erneuert werden.
Havelka

Ab März soll das Areal des Pflege- und Betreuungszentrums in der Laurentiusgasse für vier Jahre zu einer Großbaustelle werden. Denn das als „Laurentiusheim“ bekannte Landes-Pflegeheim wird von Grund auf erneuert und den „betrieblichen Grundsätzen und Standards für Pflege- und Betreuungszentren in Niederösterreich angepasst“, erklärt der Unternehmenssprecher der NÖ Landesgesundheitsagentur, Bernhard Jany.

Konkret soll das Pflegeheim in drei Bauabschnitten Stück für Stück abgetragen und bei laufendem Betrieb durch einen Neubau ersetzt werden. „Es wird eine große Herausforderung sein, die Umbauphase für die Heimbewohner verträglich zu gestalten“, weiß Pflegeheimleiterin Regina Haiderer. Aber nach Sichtung der ersten Pläne „freuen wir uns schon sehr auf das neue Zentrum.“

Anfang 2025 soll das rund 31 Millionen Euro teure Projekt abgeschlossen werden. Dann sollen in dem Pflegezentrum insgesamt 174 Pflege- und Betreuungsplätze zur Verfügung stehen – aufgeteilt auf 144 Langzeitpflegeplätze, 20 Plätze für psychosoziale Betreuung und zehn Plätze für gerontopsychiatrische Betreuung. Auch soll es dann nur noch Ein- und Zweibettzimmer im Pflegeheim geben. „In einer Gesellschaft, die kontinuierlich älter wird, ist vorausschauendes Planen und umsichtiges Handeln im Bereich der Alten- und Pflegeversorgung enorm wichtig“, betont Soziallandesrätin Christiane Teschl-Hofmeister (ÖVP). Dafür brauche es aber auch geeignete Rahmenbedingungen.

Herausforderungen auch für die Gemeinde

Gleichsam zum Abschluss des Projektes, wenn alle Heimbewohner ihr neues Quartier bezogen haben, wird das alte Gebäude aus dem Gründungsjahr abgerissen. An seiner Stelle werden dann die Direktion des Pflegezentrums, eine Kapelle und ein Café eingerichtet. Der Umbau des Pflegezentrums stellt aber auch die Gemeinde vor große Herausforderungen. Um die Zufahrt von Baufahrzeugen zum Areal zu ermöglichen, müssen zum Beispiel für die Anrainer eigene Zufahrtsmöglichkeiten geschaffen werden.

Das werde nicht einfach, ist sich Bürgermeister Ernst Wendl (SPÖ) bewusst. „Wir werden für längere Zeit einige Umleitungen einrichten müssen, aber die Zufahrt in die Laurentiusgasse bleibt sicher erhalten“, versichert der Ortschef.