Polizei-Einsatz wegen Arbeiten für Keller. Wegen Erschütterungen durch das Einbringen von Spundwänden liefen Anrainer in Himberg Sturm – laut Gutachten unberechtigt.

Von Otto Havelka. Erstellt am 07. Mai 2021 (04:23)
Die Spundwände sind sechs Meter tief in die Erde geschlagen worden. Anrainer klagen über Erschütterungen in ihren Häusern.
Havelka, Havelka

Vergangene Woche erreichte der Streit um den Bau eines Einfamilienhauses in der Erberpromenade einen neuen Höhepunkt. Wie die NÖN berichtete, protestierte rund ein halbes Dutzend Anrainer gegen die Errichtung des Kellers, für den Metall-Spundwände rund sechs Meter in die Erde geschlagen werden. Die verursachten Erschütterungen könnten Schäden an ihren Häusern zur Folge haben, so die Befürchtung.

Als am Montag der Vorwoche mit den Arbeiten begonnen wurde, alarmierten Anrainer die Polizei. Bürgermeister Ernst Wendl (SPÖ) wurde verständigt und und ließ die Arbeiten abbrechen. Für nächsten Tag, 7 Uhr, vergatterte er Grundstücksbesitzerin und Baufirma zu einer Besprechung, ehe die Arbeiten wieder fortgeführt wurden.

Gleichzeitig beauftragte er einen Sachverständigen und Zivilingenieur für Bauwesen, mit einer Begehung und Begutachtung der Baustelle. Fazit der Inspektion: „Auf Basis des vor Ort festgestellten Arbeitsablaufs und auf Grundlage der zur Verfügung gestellten Messprotokolle kann festgestellt werden, dass alle technischen Maßnahmen  getroffen wurden, die Emissionen bei den Arbeiten möglichst zu reduzieren und dass bei den vorliegenden Messprotokollen die Warn- und Grenzwerte bei weitem nicht erreicht wurden“, steht es im Bericht des Sachverständigen. 

Mittlerweile wurden den Anrainern auch die Fotos übermittelt, die vor Beginn der Arbeiten in ihren Häusern gemacht wurden. Die Bilder dienen dazu, um eventuelle Schäden im Nachhinein dokumentieren zu können. Eintracht herrscht deshalb aber nicht. Der nächste Wirbel droht, wenn die Spundwände wieder entfernt werden.