Hochbehälter eingeweiht: Eigenes Wasser für Gemeinde. Mit der Einweihung des neuen Hochbehälters samt Wasseraufbereitung soll die Versorgung langfristig gesichert sein.

Von Otto Havelka. Erstellt am 18. Oktober 2017 (05:01)
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VP-Bürgermeister Hubert Germershausen, Bezirkshauptmann-Stellvertreter Kimon Poulios, VP-Vizebürgermeister Herbert Kraus und VP-Landesrat Karl Wilfing stoßen mit frischem Wasser aus dem Hochbehälter an.

„Das sollte jetzt für die nächsten 50 bis 60 Jahre halten“, zeigte sich VP-Bürgermeister Hubert Germershausen am vergangenen Samstag bei der feierlichen Einweihung des neuen Hochbehälters samt Wasseraufbereitung zuversichtlich. Die Rede ist von der komplett erneuerten Wasserversorgung der Gemeinde.

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In der neuen Anlage zur Aufbereitung von Trinkwasser wird der Eisen- und Mangangehalt im Wasser reduziert.

Rund 1,8 Millionen Euro (exklusive Mehrwertsteuer und rund 20 Prozent Förderungen) investierte die Gemeinde, um die Trinkwasserversorgung im Ort auf Vordermann zu bringen. Dazu gehören die Erschließung eines neuen Brunnens, die Installierung eines neuen Hochbehälters mit 750 m3 Speichervolumen, eine Wasseraufbereitung, mit der Mangan- und Eisengehalt des Quellwassers reduziert werden, und eine Erneuerung der Wasserleitungen.

Der Anlass für das Großprojekt liegt knapp zehn Jahre zurück. Am 31. Dezember 2008 schockte eine Hiobsbotschaft die Gemeinde: Der größere von zwei Gemeindebrunnen musste wegen Verschmutzungen stillgelegt werden. Mit dem zweiten Brunnen hielt man sich in den Jahren darauf vor allem im Sommer mit Sparmaßnahmen und auch einer EVN-Notleitung über Wasser.

Nach langer Suche wurde man schließlich einer neuen Quelle fündig, womit auch die eigenständige Wasserversorgung gesichert war. Allerdings waren auch die Speicherkapazitäten mittlerweile zu gering, um einen täglichen Spitzenbedarf im Sommer abdecken zu können, und auch das Leitungsnetz bereitete zunehmend Probleme.

Damit soll nun Schluss sein. Für die Bürger bringt die Komplett-Sanierung mit 1,6 Euro pro 1.000 Liter zwar einen etwas höheren Wasserpreis. Aber das sei für eigenes Wasser und im Vergleich zu anderen Gemeinden „vertretbar“, erklärte Bürgermeister Germershausen.

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