Enzersdorf bastelt an Blaulichtzentrum

Neubau des Feuerwehrhauses an B60 fix. Gemeinde im Gespräch mit Rotem Kreuz und Innenministerium.

Erstellt am 03. Oktober 2018 | 05:19
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Das aktuelle Feuerwehrhaus ist vor allem baulich nicht mehr am Stand der Dinge.
Foto: Burggraf

Viel zu klein sowie technisch und baulich nicht mehr auf dem neuesten Stand – so könnte man den Zustand des Enzersdorfer Feuerwehrhauses beschreiben. Kein Wunder, sind doch Teile des Gebäudes bereits rund 90 Jahre alt.

Vor allem die neuen großen Fahrzeuge sind damit nicht mehr kompatibel. So musste das 2013 gekaufte Tanklöschfahrzeug sogar um einige Zentimeter tiefergelegt werden, damit es überhaupt durch das Garagentor passt. Bei der Feuerwehr stößt die Idee eines neuen Feuerwehrhauses auf breite Zustimmung.

Daher fiel schon vor Monaten der Entschluss, den Florianis auf der grünen Wiese ein neues Zuhause zu bauen. Dafür wurde ein 13.000 m2 großes Areal an der B60 gegenüber der Litschausiedlung im Bereich der Hochspannungsleitung angekauft. „Wir haben diesen Standort auch den anderen Blaulichtorganisationen (Rotes Kreuz und Polizei, Anm.) angeboten“, berichtet VP-Bürgermeister Markus Plöchl im NÖN-Gespräch.

"Die Planungen sollen heuer beendet sein"

Er und Vizebürgermeister Werner Herbert (FP) stünden in Verhandlungen mit dem NÖ Landesverband des Roten Kreuzes sowie mit dem Innenministerium. Man habe ein „attraktives Angebot“ geschnürt, so Herbert: Die Gemeinde übernimmt die Vorfinanzierung für die Errichtung des Gebäudes. Polizei und Rotes Kreuz würden ihren Anteil dann der Kommune bezahlen. Eine Miete verlangt Enzersdorf nicht (ähnlich wie bei Vereinen oder der Feuerwehr), es müssten nur die Betriebskosten übernommen werden.

Im von Herberts Parteikollegen Herbert Kickl geführten Innenministerium sei das Angebot als „höchsterfreulich“ bezeichnet worden, berichtet der Vizeortschef, der auch für die FPÖ im Nationalrat sitzt. Eine Entscheidung steht sowohl bei der Polizei als auch beim Roten Kreuz noch aus. Im Fall der Rettung soll ein Außenposten der Bezirksstelle Schwechat denkbar sein. Im Fall der Polizei könnte die Inspektion aus Stixneusiedl nach Enzersdorf übersiedeln. In Trautmannsdorf ist man diesbezüglich aber wenig erfreut.

Plöchl und Herbert betonen, dass es im Idealfall noch heuer eine Entscheidung geben sollte. Denn eigentlich hätte man schon im Mai mit dem Bau des Feuerwehrhauses beginnen wollen. „Die Planungen sollen heuer beendet sein. Im Idealfall, um sämtliche Synergien nützen zu können, wollen wir natürlich das gesamte Blaulichtzentrum in einem planen“, unterstreicht der Bürgermeister. Den Baubeginn visiert man schon im kommenden Jahr an.

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