Schwechater Betrieb erhält Großauftrag. Firma „RISE“ stattet 200.000 Arztpraxen, Apotheken und Spitäler mit Gerät zur Verschlüsselung von Patientendaten aus.

Von Gerald Burggraf. Erstellt am 08. Dezember 2018 (04:34)
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Der „Konnektor“ sorgt künftig auch in Deutschland für eine sichere Verbindung zwischen Praxisverwaltungs- bzw. Krankenhausinformationssystem und der zentralen Verwaltungsplattform.
RISE

Bei Patientendaten handelt es sich um intime, in höchstem Maße private Informationen. Der digitale Austausch zwischen Arztpraxis oder Krankenhäusern und den Verwaltungsstellen des staatlichen Gesundheitswesens ist daher hochsensibel.

Die Schwechater Firma „RISE“ ist am Markt der Hochtechnologie weltweit präsent. Wie das Unternehmen am Montag bekannt gab, konnte man sich bei einem mehr als ein Jahr dauernden EU-weiten Ausschreibungsverfahren am deutschen Markt durchsetzen. Konkret konnte man die Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte mbH (Gematik) überzeugen.

Telematik beschreibt die Vernetzung aller Akteure des Gesundheitswesens im Bereich der gesetzlichen Krankenversicherungen. „RISE“ liefert nun sogenannte Sicherheits-Konnektor an rund 200.000 Arztpraxen, Apotheken und Krankenhäusern in Deutschland. Diese Geräte sorgen dafür, dass die aufgenommenen Patientendaten verschlüsselt und gesichert im Datenverkehr verschickt werden können. „Der ‚RISE‘-Konnektor ist so konstruiert, dass die bald folgenden Ausbaustufen durch Software-Updates machbar sind und keinen Tausch der Hardware erfordern“, erklärt Christian Schanes, Chef der Sicherheitsgruppe des Schwechater Top-Unternehmerns.