Schwechater Malerbetrieb in Geldnot. Schwechater Maler- und Anstreicherfirma Pittoresk ist zahlungsunfähig und hat am Landesgericht Korneuburg ein Sanierungsverfahren beantragt. 39 Mitarbeiter sind betroffen.

Von Susanne Müller. Erstellt am 29. Juli 2020 (05:10)
Der Malerbetrieb Pittoresk ist insolvent, soll aber weitergeführt werden.
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Die Maler- und Anstreicher-Firma in der Schwechater Ludwig Poihsstraße ist in die Insolvenz geschlittert. Vor Kurzem wurde am Landesgericht Korneuburg aufgrund eines Eigenantrages ein Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung eröffnet.

Aktiva von 390.000 Euro sehen demnach Passiva von rund 1,67 Millionen Euro gegenüber. 39 Mitarbeiter sind betroffen.

Das Unternehmen wurde 1987 gegründet und hat ein breites Betätigungsfeld von Fassadenarbeiten über Beschilderungen bis hin zum Spezialbereich der Firma, dem Tankstellen-Design.

Die Insolvenzursachen seien laut Österreichischem Verband Creditreform schon auf länger andauernde Umsatzrückgänge zurückzuführen. Der Lockdown im Rahmen der Corona-Maßnahmen habe letztendlich das Fass zum Überlaufen gebracht.

Nach derzeitigem Stand soll das Unternehmen aber fortgeführt werden.

Den Gläubigern wird laut Creditreform eine Quote von 30 Prozent zahlbar binnen zwei Jahren angeboten. Zum Insolvenzverwalter wurde der Wiener Rechtsanwalt Matthias Schmidt bestellt. „Das Unternehmen hat einen Sanierungsplan vorgelegt und wird derzeit in Eigenverwaltung fortgeführt. Im Oktober soll über den Sanierungsplan durch die Gläubiger abgestimmt werden“, erklärt Schmidt auf NÖN-Anfrage. Gläubiger können ihre Forderungen über Creditreform bis zum 12. August anmelden.