Erstellt am 06. Februar 2013, 00:00

Jongleur zwischen Dur und Moll. Satirefestival / Im Theater Forum Schwechat fand wieder eine Österreichpremiere statt: Marco Tschirpke mit „Flügelstürmer“.

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Von Jopie Den Dulk

SCHWECHAT / Der deutsche Kabarettist Marco Tschirpke präsentierte im Rahmen des Schwechater Satirefestivals 2013 sein Programm „Flügelstürmer“. Provokativ, experimentell und teilweise echt ätzend schaffte er es, sein Publikum ebenso zu begeistern, wie auch zu verunsichern.

Wenn man so will, ein kabarettistischer Drahtseilakt, der bei dem einen oder anderen im Publikum zwiespältige Gefühle auslöste. In einem Punkt allerdings waren sich alle einig: Bestechend waren seine Tempi- und Stimmungswechsel am Flügel. Der Übergang von teilweise stürmischer Improvisation zur streng gefassten Begleitung seiner verblüffend minimalistischen „Lapsuslieder“ kam oft überraschend und absolut gekonnt. Seine charmante Schlitzohrigkeit nutzt Tschirpke als Vehikel für seine scharfen sozialkritischen Anmerkungen aber auch für jede Menge Kuriositäten und Nonsens. Aufgabe des Publikums war es, hier die Spreu vom Weizen zu trennen.

Ein Abend also, der die volle Aufmerksamkeit des Publikums forderte, um Hintergründe zu erkennen, auch, wenn es manchmal gar keine gab.

Der deutsche Kabarettist Marco Tschirpke in seinem Element.

Den Dulk