Pesel: "Wir wollen ein Teil der Kulturszene sein"

Erstellt am 19. August 2022 | 04:33
Lesezeit: 3 Min
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Andreas Pesel ist seit Anfang 2018 an der Musikschule, mit September wird er deren Leitung übernehmen.
Foto: Gerald Burggraf
Andreas Pesel (33) folgt mit September Albert Sykora als Direktor der Joseph Eybler Musikschule. Er will die Musikschule präsenter machen.
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Musik ist und war immer seine Leidenschaft. „Jeder in meiner Familie spielt ein Instrument“, erzählt Andreas Pesel. Der 33-Jährige wird mit September offiziell die Nachfolge von Albert Sykora als Direktor der Joseph Eybler Musikschule antreten. Sykora verabschiedet sich nach 26 Jahren als Leiter in den Ruhestand.

Tatsächlich ist Pesel aber schon jetzt mit allerlei Organisationsarbeit im Hintergrund beschäftigt. Dazu gehört auch ein Interviewtermin mit der NÖN im Café Castelletto am Hauptplatz. „Ich wusste immer, dass ich etwas mit Musik machen will“, betont er. Nach HTL-Abschluss und Präsenzdienst besuchte Pesel die Musik- und Kunst-Privatuniversität der Stadt Wien (MUK) und studierte das Konzertfach „Gitarre“. Nun wird der leidenschaftliche Musiker aus Wien-Favoriten im Herbst seine Masterarbeit im Bereich Musikpädagogik an der Musik-Uni abschließen.

Neo-Direktor war selbst Schüler in Schwechat

Bereits seit 2018 gibt der Neo-Direktor in Schwechat Gitarren-Unterricht. Zuvor war er an einer Wiener Musikschule tätig. „Ich habe immer gern unterrichtet. Und ich habe 16 Neffen und Nichten, mit Kindern komme ich gut aus“, schmunzelt er. Zu Schwechat hat er aber nicht nur erst seit viereinhalb Jahren einen engen Bezug. „Vor ewigen Zeiten war ich hier selbst Musikschüler. Damals haben wir in Simmering gewohnt“, erinnert sich der 33-Jährige.

In einem umfangreichen Bewerbungsverfahren hat sich Pesel erfolgreich durchgesetzt und ist nun „froh, die Chance zu bekommen“. Ein zentrales Anliegen ist dem Neo-Direktor, dass die Musikschule nach außen hin präsenter wird. „Ziel ist es, ein essentieller Bestandteil der Schwechater Kulturszene zu sein“, erläutert er. Das will Pesel vor allem mit vermehrten Auftritten der 500 Musikschüler schaffen. Denn das bringe einen weiteren Vorteil: „Durch Auftritte können wir zusätzliche Anreize schaffen.“

Derzeit werden etwa 500 Schüler zwischen sechs und 24 Jahren in Schwechat unterrichtet. Mehr Auftritte sollen auch durch die Gründung kleinerer Ensembles oder Bands forciert werden. Zudem will Pesel die Eltern stärker in die Musikschule integrieren, etwa durch die von ihm angestrebte Gründung eines Elternvereins.

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