Eine launige Führung durch das "Biotop Schule". Das Publikum hat geschmunzelt, gelacht und nachgedacht. Kabarettist Andreas Ferner und sein Programm „NOCH BildungsFERNER“ haben im Kulturhaus Maria Lanzendorf überzeugt.

Von Peter Gerber Plech. Erstellt am 18. November 2019 (14:14)

Ein Schulhaus mit seinen temporär integrierten Lebewesen ist ein ganz besonderes Biotop. Mit Fakten und Erlebnissen aus dieser kleinen Welt und mit den oftmals schier tragisch-komischen Situationen in einem Schulhaus hat Kabarettist, Lehrer und Moderator Andreas Ferner am Freitag sein Publikum im Kulturhaus Maria Lanzendorf bestens unterhalten. Viele der mit großer Beobachtungsgabe aufgebauten Szenen und Pointen hatten dank selber gemachter Erfahrungen – sei es während der eigenen Schulzeit oder jener der Kinder und Enkel – bei den rund 100 Zuschauerinnen und Zuschauern einen hohen Wiedererkennungswert.

Andreas Ferner schnappt sich in seinem noch bis Jahresende aktuellen Soloprogramm „NOCH BildungsFERNER“ die aktuelle Schulrealität als schier unerschöpflichen Gag-Lieferanten, und nimmt Schüler und Schülerinnen, Lehrpersonen, Schulwarte und Eltern auf die Schaufel. Bei ihm wird der Elternsprechtag dank Botox und schönheitschirurgischen Eingriffen an Mütter-Gesichtern zum „Tag des jüngsten Gesichts“. Oder er erklärt, wie bei einer Schularbeit aus David Bauer plötzlich Dave Farmer werden kann und dass – ältere Generation aufgepasst – Google nicht der Vorname des Hupf sei.

Es war ein rundum gelungener, von der Gemeinde Maria Lanzendorf (Vizebürmermeisterin Dagmar Madl) in Zusammenarbeit mit dem Bildungs- und Heimatwerk Niederösterreich organisierter Abend, der die Schulnote 1 minus verdient hat. Denn auch ein satirischer Lehrer sollte noch ein (Lern-)Ziel haben dürfen. In diesem Sinne: „Guten Morgen Herr Fessor“ – auch wenn dieser nur Magister ist…