Kindergarten wieder offen, aber die Kinder fehlen. Der wegen des Covid-Alarms am Montag (14. September) vorübergehend geschlossene Kindergarten ist seit Mittwoch teilweise wieder geöffnet. Allerdings ist bisher kein einziges Kind zur Betreuung gebracht worden.

Von Peter Gerber Plech. Erstellt am 18. September 2020 (11:48)
Der Kindergarten Maria Lanzendorf ist in Betrieb – aber es fehlen die Kinder.
Peter Gerber Plech

Es ist noch immer gespenstisch ruhig im und um den Kindergarten von Maria Lanzendorf. Dieser musste, so hatte es Bürgermeister Peter Wolf (SP) nach dem Bekanntwerden von zwei positiven Covid-19-Fällen im Team der Betreuerinnen, am vergangenen Montag (14. September) geschlossen werden (die NÖN berichtete). Rund 20 der zirka 100 Kinder und mehrere Betreuerinnen die in Kontakt mit den Erkrankten gekommen sind, wurden daraufhin getestet und in häusliche Quarantäne geschickt. 

Die bisher vorliegenden Testresultate sind laut Auskunft von Amtsleiter Thomas Pokernus allesamt negativ ausgefallen. Und zu den bisher bekannten zwei Fällen einer Covid-19-Erkrankung, beide Personen zeigen im Übrigen nur leichte Symptome, sind keine weiteren hinzugekommen.

Seit Mittwoch (16. September) hat der Kindergarten seinen Betrieb teilweise wieder aufgenommen. Respektive jene Betreuerinnen, die nie einen Kontakt zu den erkrankten Personen hatten, wären bereit, Kinder zu betreuen. Allerdings ist bislang kein einziges Kind zur Betreuung im Kindergarten erschienen. "Wir haben einen Journaldienst eingerichtet und das Personal wäre bereit gewesen", sagt Pokernus. 

Mit Montag laufen die meisten erlassenen Absonderungsbescheide aus und ab Dienstag ist im Kindergarten von Maria Lanzendorf wieder Regelbetrieb – natürlich unter Berücksichtigung der Ampelphase "gelb" – angesagt. Allerdings hat die von der Gemeinde durchgeführte Bedarfserhebung ergeben, dass vorerst nur etwa 20 Kinder den Kindergarten besuchen werden. Das erlaube, so Pokernus weiter, mindestens Anfang Woche eine Betreuung in Kleingruppen von bis zu fünf Kindern.