„Autoteile Direkt“ auf dem Weg zum „Big Player“

Erstellt am 08. Juni 2022 | 05:33
Lesezeit: 3 Min
Online-Händler „Autoteile Direkt“ wächst unaufhaltsam. Gründer Franz Schmied belebt Klederinger Familien-Areal zu neuem Leben.
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Das Auto spielt in der Familie Schmied seit Jahrzehnten eine zentrale Rolle. „Mein Großvater war vor allem für seine Lackiererkünste sehr bekannt. Das war seine Spezialität“, erzählt Franz Schmied. Der 30-jährige Unternehmer trägt zwar den selben Namen wie sein Opa, hat allerdings mit dessen Werkstatt nichts mehr am Hut. Ebenso wenig mit dem Nachfolgebetrieb, der „Autoverwertung Schmied“ seines Vaters – übrigens ebenfalls Franz Schmied genannt.

Letztere hat der Schwechater zwar 2014 übernommen, jedoch sieben Jahre später stillgelegt. Der Fokus liegt seit Beginn seiner beruflichen Karriere ganz woanders: Im Online-Handel mit neuen Autoteilen über www.autoteile-direkt.at bzw. www.motoroeldirekt.at .

Schwechater Filiale wandert zum Hauptsitz

Nun belebt Schmied den Standort des Familienbetriebs in Kledering jedoch zu neuem Leben. Das Gebäude an der Grundstücksgrenze zur Klederinger Straße erstrahlt beim NÖN-Lokalaugenschein bereits in neuem Glanz. Zumindest von außen. Im Inneren wird noch fleißig gearbeitet. Rund 800.000 Euro netto werden in den neuen Hauptsitz der „Kfz Bestandteil Vertriebs GmbH“ investiert.

Bisher saßen Teile der Belegschaft der Verwaltung, Kundenservice oder IT in Schwechat oder am Zentrallagerstandort in Wiener Neustadt. Mit Mitte August kommen alle 15 Büroangestellten in Kledering zusammen. „Platz wäre für 25 Mitarbeiter“, erklärt Co-Geschäftsführer Erik Kuchar. Gleichzeitig zieht die Schwechater Filiale von der Wiener Straße in ein größeres Lokal im neuen Headquarter um.

Unternehmen ist auf Wachstum getrimmt

Wachstum ist auch das erklärte Ziel der Firma. „Unsere Vision ist das Erreichen eines Umsatzes von 100 Millionen Euro“, ergänzt der Firmengründer. Im Vorjahr waren es etwa 13,5 Millionen Euro an Umsatz. Dennoch ist Schmied vom Erreichen der eigenen Zielvorgabe überzeugt: „Das ist machbar.“

Dem Wachstumsgedanken wird nach wie vor alles untergeordnet, Gewinne etwa sofort reinvestiert. „Wir leben noch immer eine Start-Up-Mentalität und sind im Wachsen“, erklärt der Schwechater. Die Basis hat Schmied vor zwölf Jahren gelegt. Der damals 18-Jährige kaufte sich von seinem Ersparten zwei Paletten Motoröl und vertrieb das Schmiermittel über den Webshop „Motoröl Direkt“.

Bereits ein Jahr später legt er den Grundstein für seine heutige Firma und ließ die Domain für „Autoteil Direkt“ registrieren. Das Hauptgeschäft findet auch online sowie über den Versand statt, der Internetmarkt ist „stark wachsend“, weiß Co-Chef Kuchar. Den Gratis-Versand gibt es schon ab einem Bestellwert von 19 Euro. Hauptkonkurrent ist übrigens der US-Riese Amazon. „Bei uns bleibt das Geld aber in Österreich“, unterstreicht Schmied.

Die Filialen wären aber ebenfalls wichtig, würden doch viele Kunden gerne im Internet bestellen und dann vor Ort abholen oder sich gar nur im Geschäft beraten lassen. Beratung, auch telefonisch, ist generell ein zentraler Bestandteil der Firmenphilosophie.

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