Es muss ohne Auto gehen. Über die Öffi-Problematik in Gramatneusiedl.

Von Gerald Burggraf. Erstellt am 25. April 2019 (05:00)

Durchschnittlich fahren lau Verkehrsverbund Ost-Region (VOR) 70 Fahrgäste mit der Buslinie 272 nach Schwechat. Für 80 Personen ist das Fahrzeug zugelassen. Dennoch ist es für Schulkinder aus Gramatneusiedl und Umgebung kaum bis gar nicht möglich, nach ihrem Umstieg von der Linie 221 auf den Bus 272 einen Sitzplatz zu ergattern. Sie stehen meist, teils sogar auf den Stufen.

Es ist sogar schon vorgekommen, dass die Kinder wegen Überfüllung erst gar nicht einsteigen konnten. Hier gehört rasch gehandelt. Denn sie sind die Öffi-Nutzer der Zukunft. Schlimm genug, dass viele Erwachsene im berühmten Wiener Speckgürtel auf das Auto angewiesen sind – wo wäre ein gut funktionierender Öffi-Verkehr sinnvoller, wenn nicht hier?

Aber wenn schon die künftigen VOR-Kunden den Eindruck gewinnen, dass es ohne Auto sowieso nicht geht, wird es nie ein Umdenken geben. Der Ausbau der Öffis muss Priorität haben, hier könnte man einen ersten wichtigen Schritt setzen.