Jedes Fleckchen Natur schützen. Über den Kunstrasen-Boom in Himberg.

Von Gerald Burggraf. Erstellt am 21. August 2019 (03:18)

Kunstrasen statt Naturgrün – was auf Wiens Fußballplätzen bereits Normalität ist, hält nun auch auf dem „Land“ Einzug. Genauer gesagt in Himberg. Allerdings nicht auf dem Sportplatz, sondern rund um Beachvolleyballfelder, Spielplätze und sogar in der Schulallee.

Was auf den ersten Blick merkwürdig wirkt, ist der Gemeindeführung um SPÖ-Bürgermeister Ernst Wendl durchaus ernst. Neben der Sport-Sandkiste könnten so die Sandkörner besser entfernt werden und ohne Kunstrasen hätte sich die Eröffnung des Kleinkinder-Spielplatzes um Monate verzögert, argumentiert der Ortschef. Beim letzten Projekt, einem verödeten Wiesenstreifen in der Schulallee, fehle es schlicht an der notwendigen Sonne.

Für die Grünen ein gefundenes Fressen, die Kritik ist massiv. Und tatsächlich mutet die Entscheidung eigenartig an. Denn Vorteile hin oder her, ein Kunstrasen ist kein Rasen und angesichts des heutigen Verbauungswahns gilt es jedes Fleckchen Natur zu schützen.