Keine Angst vor Schreckgespenst. Über die SP-Regierung ohne Partner in Schwechat.

Von Gerald Burggraf. Erstellt am 26. Februar 2020 (03:47)

Nun steht also fest: Eine Neuauflage von Rot-Grün wird es in den kommenden fünf Jahren in Schwechat nicht geben. Die SPÖ wird damit wieder alleine die Regierungsverantwortung übernehmen. Dank ihres erdrutschartigen Sieges bei der Gemeinderatswahl im Jänner holten die Sozialdemokraten die absolute Mehrheit an Mandaten zurück.

Dass es trotz mehrerer Gespräche zwischen SPÖ und den anderen Fraktionen – allen voran mit den Grünen als ehemaligem Regierungspartner – zu keiner Koalition kam, ist letztlich wenig überraschend. Natürlich wäre es ein schönes Zeichen der Transparenz gewesen, notwendig ist es aber nicht.

Allerdings ist auch die Angst vor dem Schreckgespenst der absoluten SPÖ-Herrschaft nicht angebracht. Die handelnden Personen, zumindest an den Schaltstellen, sind heute andere als vor 2015. Viele davon, wie Stadtparteichef David Stockinger, waren stets interne Kritiker im Multiversum-Skandal. Und dennoch: Ein waches Auge der Opposition schadet nie.