Alleingänge sind sinnlos. Über missglückte Kommunikation in Maria Lanzendorf.

Von Gerald Burggraf. Erstellt am 18. November 2020 (03:45)

Wohin soll sich die Gemeinde entwickeln? Welche Schritte sollen für ein Mehr an Lebensqualität gesetzt werden? Diesen und ähnlichen Fragen gehen Kommunen mit einem Entwicklungskonzept nach. Die Expertise von Raumplanern dient dann als Grundlage für politische Entscheidungen.

So wäre das auch in Maria Lanzendorf vorgesehen. Doch die Bürgermeisterpartei SPÖ sorgte nun mit ungeschicktem Vorpreschen für Irritationen. In der Parteizeitung wurde ein Plan-Entwurf veröffentlicht, der die geplanten Flächenwidmungen zeigt. Der grüne Koalitionspartner und die Opposition sind verärgert. Zudem fehlen erklärende Hinweise zum Plan und dem Entwicklungskonzept im SPÖ-Blatt.

Das ist doppelt ungeschickt. Einerseits bringt man so die anderen Parteien gegen sich auf und andererseits sorgt man für Verunsicherung in der Bevölkerung. Doch wohin sich eine Gemeinde entwickelt, sollte ein Gemeinschaftsprojekt sein – und sicher kein Alleingang.