Baders Projekt gebührt Respekt. Über die Neuübernahme des „Nah & Frisch“ in Mannswörth.

Von Gerald Burggraf. Erstellt am 13. Juni 2019 (05:00)

Endlich, wird sich Anton Bader gedacht haben, endlich habe ich einen Nachfolger – oder in diesem Fall eine Nachfolgerin und einen Nachfolger – für mein Lebensprojekt gefunden. Tatsächlich kann der Nahversorgermarkt Baders als persönliche Errungenschaft des Ur-Mannswörthers für seinen Ort gesehen werden. Denn vor dessen Initiative schlug jeder Versuch der Stadtgemeinde Schwechat, einen Lebensmittelmarkt nach Mannswörth zu holen, fehl.

Bader zog das Projekt auf eigene Faust, und noch viel wichtiger, auf eigene Kosten und eigenes Risiko hin durch. Diesem Engagement gebührt Respekt. Aber auch allen Mannswörthern, die den „Nah & Frisch“ genutzt und so am Leben gehalten haben.
Nun ist Bader weg. Mit Maria und Rocco Höllermann ein Duo da. Nun bleibt nur noch zu hoffen, dass die Mannswörther den neuen Betreibern ebenso Vertrauen entgegenbringen wie zuvor dem Gründer. Denn nur so kann ein Nahversorger in der heutigen Zeit überleben.