Hier geht es um Einzelschicksale. Über die unsicheren Zeiten in der Luftfahrt.

Von Gerald Burggraf. Erstellt am 20. Mai 2020 (04:23)

Am Flughafen ist es seit Wochen so ruhig, wie noch nie. Für die meisten Arbeitnehmer in der Luftfahrt stehen hinter dem Wort „Zukunft“ viele Fragezeichen. Bestes – und erschreckenstes – Beispiel ist die aktuelle Lage bei den zwei größten Airlines in Schwechat. Bei AUA und Laudamotion wackeln zusammen rund 7.500 Jobs.

Der grüne Koalitionspartner in der Bundesregierung fordert bei der AUA Klimazugeständnisse ein. Das ist legitim und letztlich sowieso unumgänglich. Doch was aktuell auf dem Rücken der Mitarbeiter ausgetragen wird, ist wiederum zum Schaudern.

Erst am Montag verlautbarte Michael O’Leary, Chef der Lauda-Mutter Ryanair, dass die Basis und damit die stationierten Maschinen samt Personal vor dem Aus stehen. Er schiebt den schwarzen Peter der Gewerkschaft zu, dort spricht man wiederum von „skandalösen Machenschaften“. Letztlich geht es hier um 500 Einzelschicksale in einer ohnehin schweren Zeit. Und das ist der größte Skandal.