Verlässlichkeit ist das A und O. Über die ungenügende Kommunikation der ÖBB.

Von Gerald Burggraf. Erstellt am 16. September 2020 (03:45)

Fast drei Monate lang mussten Pendler auf der Ostbahn auf Busse umsteigen. Der Schienenersatzverkehr zwischen Wien und Gramatneusiedl sowie Bruck war wegen der Bauarbeiten am Bahnhof Lanzendorf notwendig. Mit vergangener Woche Montag hätte er wieder enden sollen. Hätte.

Laut ÖBB musste der Schienenersatzverkehr kurzfristig verlängert werden. Kommuniziert wurde diese Änderung unter anderem über ein Infoblatt am Schwarzen Brett. In der ÖBB-Fahrplan-App „Scotty“ wurde nicht eigens darauf hingewiesen. Die Pendler auf verwaisten Bahnsteigen stehen zu lassen, ist nicht sehr kundenorientiert. Eine frühere und deutlichere Information wäre wünschenswert gewesen.

Die betroffenen Bahnfahrer sind zurecht verärgert. Es ist kein Wunder, dass viele Pendler nicht auf den Zug umsteigen wollen. Denn dafür braucht es Grundvoraussetzungen wie Verlässlichkeit und Kundenorientierung – beides hat hier noch nicht ganz geklappt.