Mit Kanonen auf Spatzen schießen. Andreas Fussi über den Wirbel um einen Wachdienst zur Verhinderung von Kinderlärm.

Von Andreas Fussi. Erstellt am 23. Juli 2014 (09:37)

Dass eine private Sicherheitsfirma herangezogen wird, um einen Innenhof einer Wohnanlage zu überwachen, nur damit ja kein Lärm entsteht, ist eine drastische Maßnahme.

Das ist wie mit Kanonen auf Spatzen zu schießen und stark überzogen. Denn es ist Tatsache, dass sich im Hof der Kinderspielplatz und schöne Grünflächen befinden. Dazu kommen die Überwachungszeiten von 18 bis 21 Uhr. Es liegt auf der Hand, dass dadurch primär Kinderlärm bekämpft werden sollte.

Gewiss, das Zusammenleben ist von vielen Faktoren abhängig. Kindern gegen 19 Uhr das Spielen zu verbieten, ist aber keine Lösung. Aufgabe der Eltern ist es, mit ihren Kindern zu reden, wenn sie zu laut sind und sich Anwohner gestört fühlen. Rücksicht nehmen ist wichtig.

Die Erwachsenen sind angehalten, als Vorbilder zu fungieren und sich nicht lärmend draußen im Freien am Abend aufzuhalten. Statt einen Wachdienst zu beauftragen, ist ein Mehr an Kommunikation untereinander die bessere Alternative gegen Lärmbelästigung.